125 Jahre HSV: Große Gala und Uwe-Seeler-Festspiele

imtech-arena-o2-world-hamburg-2012-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Wenn ein Traditionsverein 125 Jahre alt wird, dann gibt es allen Grund zu einer großen Feier. Und so stieg in der O2 World die HSV-Party, die zuvor in der fünfzig Meter entfernt liegenden Imtech Arena mit dem „glücklichen Sieg“ – so HSV-Manager Frank Arnesen wenige Minuten vor Beginn der Veranstaltung auf dem „blauen Teppich“ – gegen Hannover 96 seinen Beginn nahm.

Zu „Spielbeginn“ in der gut gefüllten 02 World sorgte Lotto King Karl für Stimmung – diesmal ganz ohne Hebebühne. „Gepfiffen“ wurde der Abend von Judith Rakers, Alexander Bommes und Johannes „B Punkt“ Kerner, wie es der Dieter, der Thomas, der Heck formulierte, der das Trio ankündigte. Bereits auf dem „Blauen Teppich“ zuvor bewies die Moderatorenlegende: Der Schwung im Handgelenk ist noch da. Und die Leidenschaft für den HSV ist wie bei so vielen Anhängern in all den Jahren nicht geschwunden.

Der NDR, übertragender Sender, mühte sich redlich in diversen Beitragen zu betonen, dass der HSV natürlich viele, viele Sparten hat – doch an diesem Abend drehte sich fast alles um das „runde Leder“ – ob der langen Tradition des HSV zu Beginn tatsächlich noch aus Leder gefertigt.


Auf einer 15 mal 15 Meter großen Bühne in Rauteform – ein toller Anblick von allen Seiten im Innenoval – stiegen die Showacts des Abends. Dittsche schlenderte im Bademantel herein und schwadronierte munter vor sich hin. Als nach der Show dann ein im schicken Anzug gekleideter Olli Dittrich die Bühne zum Schlussbild betrat, sagte Kerner: „Ah, Dittsche“ – ehe er ein „Olli“ nachschob.

Eine Revue

Nach und nach wurden ehemalige und aktuelle Spieler des HSV „auf die Raute“ gebeten – einen besonderen Applaus „heimsten“ neben dem völlig zurecht allgegenwärtigen Uwe Seeler auch Felix Magath (wieso gab es eigentlich keine Abstimmung für das „schönste HSV-Tor aller Zeiten“?), René Adler (das Spiel gegen 96 war natürlich noch in den Köpfen der 11.000 Zuschauer) und Rafael van der Vaart (die „van-der-Vaart-van-der-Vaart“-Sprechchöre waren im Rund die lautesten) ein. Viele Spieler der legendären 60er und 83er-Mannschaft saßen zu Fuße der Raute.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach gratulierte artig und Kicker-Herausgeber Rainer Holzschuh überreichte – natürlich – Uwe Seeler „nachträglich“ die Torjägerkanone: Als „Uns Uwe“ in der ersten Bundesliga-Saison 1963/64 für die Rothosen 30 Buden machte, gab es diese Auszeichnung noch nicht: Einer der schönsten Momente an diesem Gala-Abend.

Nach dem „Heimspiel“ für Otto Waalkes wurde ganz am Ende, nach zwei Stunden unterhaltsamen Show-Geschehens, noch die „125-Jahre-Mannschaft“ auf die Bühne gebeten: Uli Stein, Charly Dörfel, Peter Nogly, Jupp Posipal, Karsten Bäron (auch in der 02 World hing die legendäre „Air Bäron“-Fahne, Bäron selbst war leider nicht zugegen), Rafael van der Vaart („van-der-Vaart-van-der-Vaart“), Willi Schulz, Horst Hrubesch, Uwe Seeler (selbstverständlich!), Thomas von Heesen, Manfred Kaltz, Mehdi Mahdavikia, Thomas Doll, Felix Magath, Kevin Keegan, Ditmar Jakobs, Trainer Ernst Happel (vertreten durch seinen Sohn). Komplettiert wurde die „125-Jahre-Mannschaft“ durch „Kult-Masseur“ Hermann Rieger, der 30 Jahre lang der Mann mit dem Eisspray war.

Der Dino hat gefeiert: Ein Abend ganz in den Vereinsfarben – selbst die 02 World erstrahlte in Blau.

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