Android 4.3: LG Nexus 4 im Vorteil – Samsung Galaxy S3 & Note 2 folgen?

android-4-3-system-update-google-samsung-galaxy-nexus2013-andres-lehmannAndres Lehmann

„Ja, was denn nun?“, mag so manch Samsung Galaxy S3 und Galaxy Note 2 Jünger denken. Zunächst wurde für Juli Android 4.2.2 angekündigt – seit einigen Tagen nun heißt es, Android 4.3 werde im „vierten Quartal“ für das Galaxy S3 ausgerollt. Der IT-Blog SamMobile gab diese Infos an die treue Leserschaft weiter – via Twitter. So macht man das heutzutage.

Nur: Hieße dies auch, dass Android 4.2.2 definitiv für das Samsung Galaxy S3 und das Note 2 vom Tisch ist?

Seit einigen Tagen läuft derweil der Rollout fürs Samsung Galaxy Nexus, LG Nexus 4 oder Asus Nexus 7: Android 4.3 kann via OTA („over the air“) bezogen werden. Die Firmware ist rund 140 MB groß – der Download funktioniert ohne Probleme. Die Server halten.


Nur (einmal mehr): Handelt es sich bei Android 4.3 – der womöglich letzte Jelly-Bean-Ausbaustufe – nun um den „großen“ Wurf? ukonio.de hat sich durch die Menüs gewühlt, doch: Große Veränderungen im Vergleich zu Android 4.2.2 blieben aus. Immer wieder ist die Rede davon, dass für die Entwickler viel Gutes getan wurde im Vergleich zu 4.2.2. Daran wollen wir nicht zweifeln.

Doch: Die Optik etwa wurde beim „Sprung“ von Android 4.1.2 zu Android 4.2.2 sichtbar „aufgefrischt“, bei 4.3 gibt es sehr dezente Anpassungen. Tja, frei nach dem Motto: Wie soll ein sehr gutes System weiter verbessert werden?

Android 4.3: „Google Keep“

Wirklich – und sichtbar – neu ist das Tool „Google Keep“, ein Notizprogramm, das mit dem Google-Account und der GMail-Adresse verknüpft wird. Nett, ja. Aber eine große Innovation? Eher nicht. Vor allem, weil es vergleichbare Programme schon seit Jahren als App gibt. Gelungen ist „Keep“ dennoch.

Die neuen Settings bei der Kamera sind zunächst einmal gewöhnungsbedürftig. Warum Google hier bei jedem kleinem Update das Menü auf den Kopf stellt? Wir wissen es nicht. Das neue Menü ist aber einmal mehr schlüssig. Sinnvoll: Der neue Countdown-Timer für Schnappschüsse. Praktisch etwa für Gruppenaufnahmen. Auf Wunsch mit Signalton.

Anfänglich nach dem Update war – zumindest auf dem Samsung Galaxy Nexus in unserer Redaktion – das Nexus recht „lahm“ – doch nach rund einer halben Stunde hat sich das System wieder gefangen – im „Hintergrund“ liefen offenbar noch einige Anpassungen. Auch andere Nutzer berichten von diesem „Phänomen“, das uns so bei den bisherigen Jelly-Bean-Updates nicht untergekommen ist.

An der Geschwindigkeit hat sich – weder im positiven noch im negativen Sinne – nichts verändert. Und auch die Akkuleistung blieb am „Tag 1“ stabil. Samsung Galaxy S2 Nutzer hatten zuletzt zuweilen beim Update von ICS auf JB eine böse Akku-Überraschung erlebt.

Alles in allem bleibt festzuhalten: Android 4.3 ist ein dezentes Update. Jelly Bean ist schlicht und ergreifend ein stabiles, leicht zu bedienendes und übersichtliches Betriebssystem. Der nächste große Wurf könnte so denn Android 5 Key Lime Pie werden.

Was heißt dies nun alles für User des Samsung Galaxy S3 und Galaxy Note 2? Nun, im Grunde genommen ist es „Wurscht“, ob Android 4.2.2 oder 4.3 ausgerollt wird. Die Unterschiede sind marginal (immer die in vielen Foren kolportierten neuen Vorteile für Entwickler ausgeklammert).

Es steht jedoch zu vermuten, dass Samsung wirklich versucht ist, das Galaxy S3 und Note 2 im „vierten Quartal“ mit eben jener neuen Firmware zu bedienen. Vor allem, weil die Konkurrenz – allen voran Sony und HTC – ebenfalls drauf und dran sind, bei den Updates aufs Tempo zu drücken. Zuletzt soll Samsung Probleme bei der Abstimmung mit TouchWiz gehabt haben. Dies sei ein Grund für den Delay von Android 4.2.2. Bestätigt ist jenes Gerücht jedoch nicht.

Die Stock-Android-Geräte derweil scheinen immer mehr ein gewichtiges Wörtchen mitzureden.

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2 Kommentare zu "Android 4.3: LG Nexus 4 im Vorteil – Samsung Galaxy S3 & Note 2 folgen?"

  1. Nun, ein durchaus gelungener Artikel auch wenn ich in einigen Punkten Einwände habe.

    Google Keep ist keine Neuerung von Android 4.3 sondern seit längerem als eigenständige App über den PlayStore erhältlich.

    Außerdem ist SamMobile nicht das gleiche wie SamsungMobile. SamMobile hat zwar einen nahen Draht direkt zu Samsung, ist aber keine offizielle Quelle, soweit ich da richtig informiert bin. Richtig ist, dass SamMobile diese Info via Twitter herausgab, jedoch nicht Samsung selbst.

    Zum Artikel selbst:
    Ich freue mich auf ein Update für mein Note 2 – in erster Linie ist mir dabei aber nicht so wichtig, welche Version das nun ist. Der Mehrnutzen für Note 2 oder S3 User ist auf jeden Fall höher, als die der Nexus User.

    Samsung nutzt immer die Ausrede, dass TouchWiz an der langen Wartezeit Schuld sei – langsam glaube ich das nicht mehr. Offiziell hört man ja von Samsung sonst leider nicht sehr viel zu den Updates selbst …. leider …

    • Besten Dank für deine Hinweise. Selbstverständlich meinten wir SamMobile. Die Update-Infos stammen nicht von Samsung direkt!
      Dass es „Google Keep“ bereits gab, wussten wir nicht. 🙂

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