Apple: Yahoo News ab iOS 7 für iPhone und iPad?

apple-logo-jungfernstieg-andres-lehmannAndres Lehmann

Nein, Apple und Google – eine große Freundschaft ist das offenbar nicht mehr zwischen den beiden IT-Giganten. Neue Anzeichen dafür, dass das Verhältnis „zerrüttet“ ist, liefert das Wall Street Journal. Offenbar hat Apple vor, fortan noch mehr auf Yahoo zu setzen. Womöglich schon ab iOS 7 sollen auf dem iPhone 5 oder iPad 4 und den „kolportieren“ Nachfolgergeräten iPhone 5S und iPad 5 noch mehr Yahoo-Dienste „aufblinken“. Seit dem ersten iPhone vertraut Apple etwa auf die Wetterdaten von Yahoo, auch Sportdaten liefert Yahoo. Jetzt könnten auch News direkt von – genau – Yahoo kommen.

Doch einen Haken gibt es bei der Geschichte: Yahoo hatte unlängst einen Vertrag mit Microsoft geschlossen, Bing ist ganz eng mit Yahoo „verzahnt“. Insofern ist dies gewiss keine kleine Randnotiz, denn: Apple hatte Google Maps und die vorinstallierte YouTube-App nicht ohne Grund mit dem Release des iPhone 5 und iOS 6 „verbannt“: Der Suchmaschinen-Gigant hat mit Android mittlerweile das meist verbreitetste mobile Betriebssystem „am Start“ – iOS ist längst auf den zweiten Rang abgerutscht. Dies liegt freilich daran, dass Android auf vielen Smartphones und Tablets zu Hause ist – allen voran Samsung und HTC, iOS hingegen aber nur auf den gängigen iPhones und iPads eine Heimat hat.


Nur – und hier schließt sich der Kreis der „Bedenken“ – Microsoft „pusht“ aktuell sein mobiles Betriebssystem „Windows Phone“, dass sich nicht nur dank der Lumia-Reihe von Nokia anschickt, aufzuschließen – aktuell aber abgeschlagen auf Rang drei liegt. Wäre der Schritt von Apple also inkonsequent? Google wegen Android verbannen, die „gefühlte“ Nähe von Yahoo zu Windows Phone aber ignorieren?

Wasserstraßen

Dass auch ein IT-Gigant wie der Apfel-Konzern aus Cupertino offenbar nicht alles aus dem Stehgreif alleine auf „Kette kriegt“, zeigte im vergangenen Jahr schon der Versuch, eine eigene Karten-App zu etablieren. Dieser Versuch scheiterte zunächst kläglich – Bilder geisterten durchs Netz, die zeigen, wie die Kartendienst von Apple zu Beginn teils Straßen im Meer verschwinden ließ. Apple hatte die Probleme jedoch eingeräumt – und so Haltung bewiesen.

Google Maps und die ebenfalls weggefallene YouTube-App können zudem mittlerweile über den Apple Store für umsonst bezogen werden. Ob derweil in Zukunft auf dem iPhone und iPad auch vermehrt Yahoo den Ton angibt, bleibt abzuwarten.

Erst vor wenigen Tagen sorgte der geplante Apple Campus für Schlagzeilen: Der Neubau der Firmenzentrale soll deutlich teurer werden, als zunächst angenommen.

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