Gottschalk Live und der „Schlauch vom Jauch“

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Am frühen Abend erreichte mich eine SMS: „Großartig – Wetten Dass ohne Wetten. Genau das Richtige für den Feierabend“

Da Thomas Gottschalk, Deutschlands größter Entertainer, in der ARD im Vorabend jetzt auch einen auf „persönlich“ macht und die Zuschauer in seinem Wohnzimmer in Berlin begrüßt, dachte der Autor dieser Zeilen, er steigt auch mal mit einer persönlichen Anekdote ein.

Vor allem, weil Thomas Gottschalk jetzt zudem „Social Media“ in seine neue Sendung „Gottschalk Live“ im Ersten integriert. Facebook, Twitter, das ganze Programm.

Um eines ganz klar zu sagen: Die Kritiken werden die Sendung natürlich zerreißen. Aber was der besagte Kumpel in der SMS schreibt, hat Hand und Fuß: Gottschalk ließ seinen Gast, Michael „Bully“ Herbig, kaum zu Wort kommen.

Entweder wurde Herbig von Werbung unterbrochen (das wäre bei „Wetten, dass..?“ die Wette), oder Gottschalk fiel ihm ins Wort wie „einst“ in den Messehallen dieser Republik am Samstagabend. Aber das macht nichts, der Wohlfühlfaktor steht im Vordergrund, und der war gegeben: Herbig brachte aus seinem Berliner Hotelzimmer zwei paar Hausschuhe mit. Klar, wenn er schon mal ins Wohnzimmer des großen Showmasters eingeladen wird.

Natürlich sprach Herbig über seinen neuen Film „Zettl“ von Helmut Dietl. Worüber soll man auch sonst reden?

„Wetten, dass..?“ um 19:20 Uhr

In den Sendeminuten zuvor erklärte Gottschalk der Republik das kolportierte Ehe-Aus von Heidi Klum und Seal, zeigte auf Bildern, wie er Nicolas Cage ein- und wieder auslud (Late Night!), verhökerte den „Schlauch von Jauch“ (Krawatte) und präsentierte sein schmuckes Studio.

Ganz am Ende seiner Premiere sank Tommy gar zu Boden und flehte die Menschen da draußen am Fernseher an: „Ich brauche jeden Zuschauer.“

Es ist durchaus möglich, dass wir Gottschalk noch ein paar Jahre brauchen: Aus der Sendung kann was werden. Denn Gottschalk macht sie.

Am Dienstag kommen Armin Rohde, Franz Beckenbauer und ein kleiner „süßer Eisbär“ ins Studio. Da schmilzt natürlich manch Zuschauer dahin.

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