Beiersdorf trägt mit Frauenquote dick auf

nivea-dose-zentrale-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Derzeit ist das Hamburger Unternehmen Beiersdorf immer für eine Schlagzeile gut: Erst die löblichen Jahreszahlen, dann das große Jubiläum der Marke Nivea und jetzt das: Bis 2020 möchte Beiersdorf den Frauenanteil in den drei Führungsebenen unterhalb des Vorstands auf 25 bis 30 Prozent erhöhen. So jedenfalls verkündet es Personalvorstand Ulrich Schmidt in der Süddeutschen Zeitung.

Der Dax-Konzern aus Hamburg prescht also vor und steckt sich selbst ehrgeizige Ziele. Bei deutschen Automobilkonzernen sieht es hingegen ein wenig anders aus: VW etwa hat sich in Sachen Frauenquote 15 Prozent auf die Motorhaube geschrieben, BMW zieht mit 16 Prozent gerade so an den Wolfsburgern vorbei und Daimlers Stern am Frauenhimmel strahlt mit 20 Prozent nur unwesentlich heller.

Realistische Ziele oder Schmierentheater?

Nun mag der geneigte Branchenkenner sagen: Automobilindustrie – das ist ohnehin eine richtige Männerdomäne. Beim Konsumgüterkonzern Beiersdorf sieht das natürlich ganz anders aus. Denn welcher Mann gibt schon offen zu, dass er sich täglich Nivea aufs Brot schmiert? Okay – außer Jogi Löw.

Das derzeitige Umdenken bei Beiersdorf lässt zumindest einmal hoffen.

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