Besuch der Bundesgartenschau in Koblenz

buga-koblenz-rhein-schiff-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. In zwei Jahren findet in Hamburg die Internationale Gartenschau (IGS 2013) statt. Zugleich ist dies auch die Bundesgartenschau, die stets in verschiedenen Städten der Bundesrepublik veranstaltet wird. Im Jahre 2009 gastierte die Blümchenschau in Schwerin, in diesem Jahr also in Koblenz.

Die Rahmenbedingungen könnten nicht opulenter sein: Direkt am Rhein und auf dem Gebiet des Kurfürstlichen Schlosses, des Deutschen Ecks und der Festung Ehrenbreitstein findet die Bundesgartenschau statt.


Auch wenn die grüne Elbinsel Wilhelmsburg in zwei Jahren ländlich idyllisch an der Elbe gelegen ist: Die „Location“ samt ihrer historischen Bauwerke in Koblenz ist schon eine Wucht.

Was ist die BUGA?

Doch so schön die drei Bereiche des BUGA-Geländes in Koblenz auch sind: Ein richtiges „Bundesgartenschau-Feeling“ kommt nicht auf – der Besuch gleicht eher einem abwechslungsreichen Touristenausflug.

Grund: Zwar sind die schicken Gebäude saniert und lohnen alleine die Fahrt nach Koblenz, aber das Gelände ist am Tag des Besuches teils völlig überlaufen. Mag sein, dass viele Menschen einen der recht raren Sommertage abpassen wollten.

Aber weitläufige Gärten wie um das Schloss in Schwerin und Ecken der Ruhe sucht der Besucher vergebens, auch wenn die Blumenwiesen und Beete gepflegt sind.

Die spektakuläre Überquerung des Rheins mit der Seilbahn (35-Mann Gondeln!) ist zunächst ein Geduldsspiel – die Schlangen sind lang. Doch der Ausblick in luftiger Höhe alleine lässt die Wartezeit schnell vergessen.

Spannend: Festung Ehrenbreitstein

Ist das Gebiet um das Kurfürstliche Schloss noch recht überschaubar, stellt auf der anderen Rheinseite die Festung Ehrenbreitstein das absolute Highlight der BUGA dar: Die Erforschung der alten Befestigungsanlage ist ein wahres Erlebnis, selbst das alte Gemäuer kann betreten werden.

Als letzte Station ist auch das Deutsche Eck zwischen Rhein und Mosel eine willkommene Anlaufstelle: Ein weiterer „Touristenmagnet“.

Es bleibt die Erkenntnis: Die Fahrt nach Koblenz lohnt. Die Buga gleicht jedoch eher einem Spektakel.

Das muss nicht verkehrt sein.

Video: Seilbahn-Erlebnis Buga Koblenz 2011

1 Kommentar zu "Besuch der Bundesgartenschau in Koblenz"

  1. Hallo, wir waren jetzt im beginnenden Herbst in Koblenz und haben noch viel Blühendes gefunden. Allerdings erst nach einer sehr stressigen Anfahrt hin und her durch die Stadt, bis wir endlich weit außerhalb auf dem Messeplatz gelandet sind. Interessant war die Aufteilung der BUGA in drei Bereiche, hier wurde aber die Chance zu wenig genutzt, diese Bereiche thematisch zu trennen, jedem Bereich also einen eigenen Sinn zu geben.
    Falsch verstanden habe ich wohl den Begriff "Gartenschau", weil ich Ideen und Anregungen für den häuslichen Garten erwartet habe. Stattdessen gabe es bunte Blumen als Hundertmeterware. Themengärten, z.B. "Wasser im Garten", "Pflaster und Grün", "Bäume und Sträucher" etc. gab es nicht. Wo oben schon geschrieben: Brauchbar als Touristenausflug mit einer lustigen Seilbahn für Nichtwintersportler, aber für mich als "Garten"!-schau eine Enttäuschung.

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