Captain Toad – Treasure Tracker für die Wii U: Das Abenteuer ruft

captain-toad-treasure-tracker-wii-u-nintendoCaptain Toad | © Nintendo

Wie lange schon spielt Toad im Nintendo-Universum eine Rolle – egal ob in all den Super Mario Jump’n’Runs oder in der Mario-Kart-Reihe: Toad gehört zum festen Ensemble.

Nachdem dem kleinen Pilzkopf in „Super Mario 3D World“ bereits eigene Level spendiert wurden, geht es nun in „Captain Toad: Treasure Tracker“ endgültig alleine auf die Reise. Nur Toadette steht ihm zur Seite. Die Spielstruktur ist dabei an die Bonus-Level in „Super Mario 3D World“ angelehnt: Auf einem – zumeist – kubusartigem Spielareal begibt sich Toad auf die Suche nach einem Stern. Statt mehreren Sternen wie im Super-Mario-Abenteuer gibt es hier vielmehr zusätzlich Rubine und Zusatzaufgaben. Doch: Absolviert ist der Level, sobald der Stern gefunden wurde. Ein Zeitlimit fällt löblicherweise weg.

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Über den Wolken... | © Nintendo

Das Auffinden der Rubine ist übrigens nicht nur eine „Zusatzmotivation“, sondern dient auch dem Freischalten von neuen „Stages“. Prinzipiell gilt: Alle Freunde der Mario 3D-Abenteuer finden sich schnell zurecht: Toad kann mit Hilfe eines… Pilzes anwachsen, wird er von einem Gegner berührt, schrumpft er. Zudem düst Toad durch Röhren. Und Gegner können zwar nicht mit Feuerbällen, aber mit Rüben abgeworfen werden, die sich in so manch Ecke zum Einsammeln finden.


Das Gameplay ist erfrischend simpel: Toad kann schlichtweg nur laufen, und per gedrückter A-Taste „schneller“ laufen. Aber: Der Pilzkopf kann nicht springen oder fliegen. Auch unter Wasser wird nicht geschwommen – sondern: Gelaufen. Immer dem Licht der Taschenlampe nach.

Gamepad unverzichtbar

Eine ganz wichtige Rolle spielt das Wii U Gamepad: Wer etwa Ebenen antippt, kann diese bewegen. Mit dem rechten Stick kann die Kameraperspektive nach belieben gewechselt werden. In vielen Levels ist es zudem möglich, nah an Toad und das Geschehen ranzuzoomen. Spaßig wird es auch mit „Doppel-Toad“: Gemeinsam muss ein Labyrinth erkundet werden.

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Shy Guys, ihr bekommt mich nicht! | © Nintendo

Zudem ist es Nintendo einmal mehr geglückt, mit viel Abwechslung zu trumpfen: Natürlich gibt es Zwischengegner, etwa ein feuerspeiender Drache, dem Toad geschwind ausweichen muss. Außerdem sind kleinere Bonus-Stages mit von der Partie, in denen es mit dem Presslufthammer zur Sache geht: Gesammelt werden Münzen. Und fulminant sind jene Level, in denen Toad mit der Lore losdüst: Hier ist es zwingend ratsam, das Rüben werfende Geschehen auf dem Gamepad zu beobachten, denn die Fahrt wird hier aus der „Ich“-Perspektive gezeigt.

Die Auswahl der Level derweil gleicht einer Buchform – ein Blättern ist möglich, und so können bequem auch ältere Level erneut gespielt werden. Etwa, um weitere Rubine zu finden. Oder um die Zusatzaufgaben „abzuhaken“: „Von keinem Shy Guy entdeckt“, „Goldpilz eingesammelt“ oder „Tippsteine nur 4 Mal berührt“.

Nach und nach können als launige Bonus-Beigabe auch einzelne Level aus „Super Mario 3D World“ mit Toad nachgespielt werden: Jene wurden leicht modifiziert, etwa durch Leitern, die Toad nimmt, um höhere Ebenen zu erreichen. Denn wie gesagt: Hüpfen kann der kleine Abenteurer nicht.

Löblich zu erwähnen ist noch, dass die Steuerung auf den Punkt genau ist. Selbst wenn sich in der tollen 3D-Darstellung links und rechts Schluchten auftun: In Panik gerät der Akteur nicht. Ein Manko gibt es jedoch: Da das Gamepad sehr viel Internaktivität vom Spieler abverlangt – selbst Gegner können durch Antippen kurz „geblockt“ werden – gerät der HD-Fernseher schnell in Vergessenheit. Oder anders formuliert: Der Spieler wird richtig ins Spielgeschehen hineingezogen. Toad braucht unsere Hilfe!

 


 

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Captain Toad – Treasure Tracker für die Wii U

Captain Toad – Treasure Tracker: Fazit

Mit „Captain Toad: Treasure Tracker“ liefert Nintendo ein wunderbares Spiel ab, das eine Mischung aus Jump’n’Run (ohne Jump und… Run) und Tüftelspiel darstellt. Die Rätselaufgaben sind zwar zuweilen kniffelig – aber nicht frustrierend. Und allen voran die wilden Lorenfahrten sorgen für viel Abwechslung. Das Spielgeschehen mag längst nicht so „hektisch“ sein wie in anderen Mario-Abenteuern. Doch es besteht akute Suchtgefahr, denn ist ein Level gelöst, heißt es schnell: Ach komm, einer geht noch, Toad! Die Grafik ist großartig, einzig das Anpassen der Kameraperspektive nimmt in einigen Stages zuweilen etwas Überhand. Und die Interaktivität mit dem Gamepad wird womöglich zuweilen etwas zu groß geschrieben. Die Musik ist abwechslungsreich, orchestrale Überraschungen wie in „Super Mario 3D World“ bleiben aber aus. Doch so manch Melodik wird dem Mario-Freund bekannt vorkommen. Das Spielvergnügen jedoch wird dank des perfekten Leveldesigns und der großartigen Steuerung nicht getrübt. „Captain Toad – Treasure Tracker” ist ein großer Spaß. Und womöglich geht fortan auch Toad in Serie. Es wäre dem kleinen Pilzkopf nach all den Jahren als treuer Mario-Begleiter zu wünschen.

Bewertung

Grafik ♔♔♔♔
Musik ♔♔♔
Steuerung ♔♔♔♔
Spielvergnügen ♔♔♔♔
Gesamteindruck ♚♚♚♚

Das Punktesystem:
0 (Unspielbar) bis 5 (Unschlagbar)

 


 

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