Filmkritik: „Chappie“ – ein Roboter und die neue Gefühlswelt

chappie-sony-pictures-youtube-screenshotSony Pictures/ YouTube Screenshot

„Chappie“ ist zunächst ein „ganz normaler“ Polizei-Droide, der in Johannesburg der Zukunft für Ordnung sorgt. Doch schon bald soll sich just jener stählerne Zweibeiner (Sharlto Copley) von seinen Kollegen unterscheiden: Er kann fühlen, denken oder kreativ malen. Entwickelt wurde der neue Chip, der all dies möglich macht, von seinem Schöpfer Deon (Dev Patel).

Doch in seiner Firma ruft der erfolgreiche Entwickler auch Neider auf den Plan. Vincent (Hugh Jackman) hat nämlich einen eigenen Roboter entwickelt. Die Chefin (Sigourney Weaver) bremst in ihren ehrgeizigen Bestrebungen zunächst ihre übereifrigen Mitarbeiter aus. Und so brennen nach und nach die Drähte beider Mitarbeitern durch – und Chappie findet sich auf der Seite des Verbrechens wieder.

Regie führt Neill Blomkamp, der mit „District 9“ ein wahres Meisterwerk ablieferte und zudem den kommenden „Alien“-Film verantwortet. „Chappie“ ist ebenfalls dem Science-Fiction-Genre zuzuordnen. Die „irdische“ Action steht im Vordergrund. Zudem bleibt Blomkamp ein Freund von überraschenden Wendungen.

„Sci-Fi“-Hochkaräter

Die Zutaten für einen richtigen guten Science-Fiction-Film sind freilich gegeben: Mit Jackman oder Weaver spielen „Sci-Fi“-Hochkaräter mit. Und mit Robotern, die außer Kontrolle geraten, sind die Weichen für ein Spektakel sogleich gestellt.

Dennoch ist das zweistündige Geschehen zuweilen etwas schleppend. Nicht nur „Chappie“ plagen Sorgen um die Restenergie. Es will nicht so recht gelingen, ein richtig düsteres Szenario nachzuzeichnen – egal, wie grimmig schauend die Schurken auch durch die Straßen ziehen. Die Scharr an überzeugenden Schauspielern sowie die wuchtige und gut in Szene gesetzte Action kompensieren so manch Länge. Und freilich gibt es auch die Moral von der Geschicht im IT-Zeitalter.

„Chappie“ startet im Verleih von Sony Pictures am 5. März in den deutschen Kinos.

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