Chris Norman „There and Back“: Rock’n’Roll der alten Schule

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Wer die neue Platte „There and Back“ des ehemaligen Smokie-Frontmanns Chris Norman hört, der bekommt genau das geboten, was er von einem „alten“ Rock’n’Roller erwartet: Fetzige Gitarrenklänge, einen Beat, der stets nach vorne geht und natürlich Texte, die sich fast ausnahmslos um Frauen und verflossene Liebschaften drehen.

Klar, es waren nicht alleine 24 Jahre neben Alice, die Normans Ruhm begründen: Auch als Solist liefert der britische Songwriter Hits ab – und ohne groß um den heißen Rock’n’Roll-Brei herumzuschreiben: Auch „There and Back“ ist eine Album voller Hits und ohne „Ausreißer“ nach unten.

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Der Opener „I’m Gone“ geht schon beim ersten Hören unerhört ins Ohr, die Single „Gypsy Queen“ ist ein Mid-Tempo-Stück der – Entschuldigung – alten Schule samt stampfendem Beat und Schifferklavier. „My Jenny“ schrieb er wie noch weitere Songs des Albums mit seinem alten Songwriter-Budy Peter Spencer – der Titel könnte so auf jede Smokie Best-Of-Platte gepresst werden.

Der Titel „Nobody’s Fool“ baut sich wunderbar auf, samt orchestralen Klängen, bebender Stimme, E-Gitarrensolo und lässigem Outro.

Norman ist trotz seiner nunmehr über 60 Jahre gut bei Stimme – zuweilen legt er zwar ein wenig zu viel Kraft rein – etwa bei „Love’s Such a Strange Thing“. Aber der Klang ist noch immer unverkennbar.

Das 13 Songs umfassande Werk endet mit dem Stück „Nothern Star“: Nur Norman und seine Akkustikklampfe, ein würdiges Finale.

„There and Back“ ist ein ehrliches und wuchtiges Album, ohne großen Kitsch eines Altmeisters. Oder anders formuliert: Chris Norman hat noch mal so richtig einen rausgehauen. Rock on!

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