Wulff soll Ehrensold an „Ein Herz für Kinder“ spenden

geld-sparkasse-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Um eines gleich zu Beginn festzuhalten: Immer wieder ist die Rede von einem Ehrensold in Höhe von 200.000 Euro. Das stimmt nicht. Christian Wulff, ehemaliger Bundespräsident unserer geschätzten Republik, hat ein Anrecht auf 199.000 Euro. 1.000 Euro sind eine Menge Geld, davon kann man es sich etwa auf Sylt eine Woche gut gehen lassen.

Derweil wurde bekannt, dass Wulff auf den Ehrensold nicht verzichten kann, denn der Staat ist dazu verpflichtet, den Betrag „auszuzahlen“, teilten Mitglieder des Haushaltsausschusses im Bundestag mit.

Zudem stünde dem Haus-Besitzer der Betrag zu, weil er eben aus politischen und natürlich nicht persönlichen Gründen zurückgetreten ist.

Die persönliche Lebensplanung von Ex-Kanzler Gerhard Schröder sah einst anders aus, Wulff nebst Gattin hatte es sich in seinem Berliner Amtssitz ja gerade erst gemütlich gemacht. Wer dachte da schon an Möbelpacker?

Großes Herz für Politiker

Nun meldete sich FDP-Haushälter Jürgen Koppelin zu Wort und teilte mit, der Ausschuss wolle Wulff den Ehrensold verweigern. Der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident könnte das Geld vielmehr verschenken oder spenden.

Der Ausschuss schlug vor, das Geld in Höhe von 199.000 Euro im Jahr an „Ein Herz für Kinder“ zu geben.

Das hört Christian Wulff bestimmt gerne. Die Spendenorganisation „Ein Herz für Kinder“ wurde einst von Axel Springer und der Bild ins Leben gerufen.

Da steht der Draht ja eh schon.

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