Harald Schmidt und die Frührente: Ein ganz übler Scherz

harald-schmidt-litfasssaeule-sat1-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Nach der kommenden Woche verschwindet „Die Harald Schmidt Show“ – mittlerweile beim Bezahlsender Sky – vom Bildschirm. Womöglich für immer. Noch drei Mal Stand-Up, drei Mal Schreibtisch, drei Mal missglückte Dialoge mit Bandleader Helmut Zerlett, drei Mal Wundertüte: Auch in den vergangenen Wochen bot die einzige deutsche Late-Night-Sendung, mittlerweile auf eine gute halbe Stunde „zusammengekratzt“, mal richtig gute Unterhaltung – und mal gähnende Langeweile. Im Grunde genommen also wie in all den Jahren zuvor.

In dieser Woche etwa schaute an jedem der drei Show-Abende ein Sidekick vorbei, das „Show-Urgestein“ Nathalie Licard, Pierre M. Krause, der Schmidt nun auch schon beim dritten Sender (ARD, Sat1, Sky) mit Rat und Tat zur Seite steht und natürlich Olli Dittrich, der mit Wigald Boning in der Schmidt-Show einst neue Titel der „Doofen“ präsentierte und nun mit „Dirty Harry“ gemeinsam über das TV-Programm der Vorzeit philosophiert. All dies ist zumeist gute „Bettlektüre“. Vor allem dann, wenn – im Falle von Dittrich und Schmidt – der Faden verloren geht.


In einer der jüngsten Ausgaben wurde – einmal mehr (und vermutlich, schnief, zum letzten Mal) – mit Playmobil-Figuren Zeitgeschichte nachgestellt. Fast schon naheliegend war es da, die 43 Jahre „Harald Schmidt Show“ Revue passieren zu lassen. Vier Stunden auf dem Rhein? Keine gute Idee. Sidekick Manuel Andrack? Passte.

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Jetzt, da das Ende naht und „ohnehin keiner zuschaut“ ist Schmidt bissig, giftig, direkt, schroff – großartig.

Der „Altmeister“ ist im Grunde genommen viel zu jung, um einfach so den Hut zu nehmen. Vielleicht kommt er ja noch mal wieder. Das Studio 449 in Köln-Mühlheim wird nicht verhökert – und zur Not geht es auch ohne Kameras.

Late-Night: Der Letzte macht das Licht aus.

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