Donkey Kong Country – Tropical Freeze für die Wii U im Test: Großes Affentheater

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Wir erinnern uns gerne: Im Jahre 1994 ließ „Donkey Kong Counry“ aufhorchen. Denn irgendwie haben es der damalige Entwickler Rare und Nintendo geschafft, aus der 16-Bit-Konsole SNES mehr rauszuholen, als es sich der Heimkonsolenbesitzer vermutlich hat träumen lassen. Das 2D-Jump’n’Run mit „3D-Anstrich“ wusste vollends zu überzeugen – und der Autor dieser Zeilen erinnert sich gerne, wie Donkey Kong auf dem Piratenschiff den Oberbösewicht vom Feld jagte. Weitere Donkey-Kong-Spiele sollten folgen, fürs SNES, das N64, für den GameCube oder die Wii. Aber einen solchen „Knalleffekt“ wie einst sollte es nicht mehr geben.

Seit einigen Monaten nun ist mit „Donkey Kong Country: Tropical Freeze“ ein neuer Spieltitel erhältlich. Und zunächst einmal kommt den Spielern – so denn sie der Serie treu geblieben sind – alles vertraut vor: Da wäre neben dem kräftigen Donkey natürlich der schmächtige Diddy, der ergraute Cranky und natürlich die quirlige Dixie Kong.

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Los geht es mit einem schmucken Animationsfilm, der zeigt, wie der „Wind“ auf der beschaulichen Insel dreht: Denn aufgrund übler Machenschaften wird die Insel des wohl berühmtesten Affen der Welt schockgefrostet. Und natürlich ist es an den Kongs, diesen Umstand schnell wieder zu ändern.

Die Inseln sind unterteilt wie die Welten in New Super Maris Bros. oder Super Mario 3D World – wurde ein Level bestanden, wird ein neuer freigespielt. Entweder im Einzel- oder im Zweispielermodus kann die Affensause gestartet werden. Verliert ein Affe beide Herzen oder stürzt ins Abseits, kann er bald darauf aus einem Fass vom anderen Affen befreit werden. Auch dieses „Szenario“ ist Mario-„Gamern“ bekannt. Zudem ticken die Sekunden runter, sobald einer der Spieler nicht mehr im sichtbaren Bereich wütet – reagiert werden muss binnen dreier Sekunden.

Tempo mit Affengebrüll

Wir tauschen – wie gehabt – einmal Fässer gegen Röhren ein: Während in Super Mario 3D World die Röhren eine wichtige Rolle spielen und etwa die einzelnen Welten miteinander verbinden, sind es auch im frostigen neuen Donkey-Kong-Abenteuer die Fässer. In einzelnen Level-Abschnitten wird Donkey Kong zudem wüst von einem Fass ins nächste befördert – eine willkommene Auflockerung.

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Dixie und Donkey Kong: Platz da!

Die Grafik weiß von Beginn an zugefallen – es handelt sich, in weiten Zügen, um ein 2D-Jump’n’Run. Doch die heutigen technischen Möglichkeiten erlauben natürlich eine wunderbare Tiefe und viele Spielereien. Ein „freies Bewegen“ wie im 3D-Abenteuer „Donkey Kong 64“ auf dem Nintendo 64 ist nicht möglich. Doch längst wurde erkannt, dass 3D-Spiele die guten alten 2D-„Hüpfer“ zwar ergänzen, aber nicht verdrängen können. Besonders beeindruckend in „Tropical Freeze“ ist: Je nach Spielsituation „zoomt“ die Kamera näher ans Geschehen ran.

Schwungvoll sind die Lorenfahrten: Hier weicht das „reine“ 2D gefühltem 3D, denn das Schienengefährt heizt um die Kurve, und die Kamera schwenkt mit. Ein wahrer Temporausch.

Da der Schwierigkeitsgrad teilweise recht hoch ist – und obendrein von Level zu Level doch teils schwankend ist, wird dem Spieler zumindest kein Zeitdruck auferlegt: Ein Minutenlimit, in dem das jeweilige Dschungel-Level durchgespielt werden muss, gibt es nicht.

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Donkey Kong Country: Farbenfroher Dschungel

Zudem wird es einfacher, sobald Donkey einen Gefährten in einem Fass findet, denn: Dieser kann „eingetauscht“ werden – und jeder Kong hat andere Fertigkeiten. Mit Dixie etwa lässt es sich wunderbar durch die Lüfte segeln. Auch das Nashorn, des Kongs „Yoshi“, ist wieder mit von der Partie – und Donkey ein treuer Begleiter.

Puh – erst mal eine Banane essen

Solche Unterstützung ist auch notwendig, denn die einzelnen Spielabschnitte sind teils „ganz schön“ lang. Zwar lässt sich an zwei Stationen zwischenspeichern. Doch sind erst einmal alle roten Ballons von dannen gezogen, heißt es: Von Beginn an starten – den Level, die erspielten Etappen auf der Insel bleiben freigeschaltet.


Dass der Schwierigkeitsgrad zeitweilig etwas übertrieben ist, zeigt sich auch daran, dass auf einige Widersacher gleich drei Mal „draufgesprungen“ werden muss, eher er sich in Luft auflöst. Bei den Zwischengegnern wird es dann richtig turbulent – bevor sich keine richtige Strategie zurecht gelegt wurde, können hier durchaus mehr Minuten ins Land gehen, als es dem Spieler lieb ist. Für nicht so erfahrende Spieler ist dies womöglich mit Frustmomenten verbunden.

Die Musikuntermalung der Level variiert und ist stimmungsvoll – und die Steuerung ist größtenteils gut. An einigen Stellen hätte sie gefühlt einen Ticken genauer sein können – zumindest ist die Handhabung mit dem Wii U ProController ein wenig gewöhnungsbedürftiger als etwa bei des Klempners Abenteuern. Manchmal wird es zudem etwas unübersichtlich: Ehe etwa ein Weg auserkoren wurde, um den grimmig gelaunten Widersachern aus dem Weg zu gehen, stürzt der Unterbau schon sein. Für einige Level gilt daher: Probieren geht über studieren – ehe der nächste Level erreicht wird. Ein „Durchlauf“ ist nicht möglich – und das dürfte vor allem erfahrene Spieler freuen, die nach einer neuen Herausforderung suchen.

 


 

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Donkey Kong Country: Tropical Freeze für die Wii U

Donkey Kong Country – Tropical Freeze: Fazit

Keine Frage: All jene, die sich schon immer gerne mit Donkey Kong und seinen Gefährten ins Abenteuer gestürzt haben, werden ihre Freude an diesem atmosphärischen 2D-Jump’n’Run haben. Die facettenreiche Grafik weiß – einmal mehr – zu überzeugen, nichts ruckelt. Die Steuerung ist gut, wenngleich sich an die Bedienung durchaus ein wenig herangetastet werden muss. Der Schwierigkeitsgrad wurde womöglich – gerade für Einsteiger – ein wenig zu hoch angesiedelt. Aber mit etwas Übung werden die einzelnen Aufgaben gemeistert. Die Musik ist einem Dschungel-Abenteuer angemessen. Und so bleibt die Erkenntnis: Wer gerne 2D-Jump’n’Runs spielt, kann sich „Donkey Kong Country: Tropical Freeze“ getrost aneignen. Ein wenig Zeit muss jedoch eingeplant werden. So ein schockgefrosteter Dschungel ist eben kein Sonntagsspaziergang. Oder anders formuliert: Das „Doney Kong“-Abenteuer für die Wii U ist etwas für geduldige Feinschmecker des Genres.

Bewertung

Grafik ♔♔♔♔♔
Musik ♔♔♔♔
Steuerung ♔♔♔♔
Spielvergnügen ♔♔♔
Gesamteindruck ♚♚♚♚

Das Punktesystem:
0 (Unspielbar) bis 5 (Unschlagbar)

 


 

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