Eels „The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett”: So traurig

eels-the-cautionary-tales-of-mark-oliver-everett-pias-coop-e-worksEels/ Pias Coop/ E-Works

Die neue Platte von den Eels heißt „The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett“. Somit wird gar nicht um den heißen Brei herumgeredet: Die Eels sind Everett, und Everett erzählt von seinen Beziehungen. Ganz offenkundig war der Amerikaner zum Zeitpunkt des Songwritings in einer eher bekümmerten Stimmung. Denn sein neues Album, das löblicherweise gerade einmal ein Jahr nach seinem letzten Langspieler veröffentlicht wurde, ist sehr bedächtig: Ein paar Streicher, verzerrte Gitarren oder das langsam spielende E-Piano. Und Everetts markant tief klingende Stimme – die über das Leben sinniert.

Der Titel „Parallels“ klingt fast unverschämt nach „White Album“. Der Stempel „beatlesk“ sei mit Nachdruck verliehen. Der Song „Kindred Spirit“ ist ein zupfender Ohrwurm, der einem – einmal gehört – nicht mehr entweichen möchte. „Lockdown Hurricane“ ist eine melodiöse Ballade. Eine, wie sie der langbärtige Amerikaner seit nun mehr zwanzig Jahren immer und immer wieder aus dem Hut zaubern kann.

Nun, ein wenig Fahrt nimmt die Scheibe hier – „Where I’m From““ – und dort – „Mistakes of My Youth“ – noch auf. Aber der Rock’n’Roller Everett hat sich diesmal eine Auszeit genommen. Diese Platte hat keinen Durchhänger: Sie ist ein Durchhänger. Und das ist ganz große Kunst.

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