ARD EM 2012

Einzelkritik – Lahm, Klose, Waldi, Löw, Scholl, Simon und Co.

Nach dem EM-Halbfinale Deutschland gegen Italien: Eine Einzelkritik aller Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und des gesamten ARD-Teams bei der Euro 2012.
Wiederholtes Handspiel: Reinhold Beckmann und Mehmet Scholl | © WDR
Nach dem EM-Halbfinale Deutschland gegen Italien: Eine Einzelkritik aller Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und des gesamten ARD-Teams bei der Euro 2012.

Einmal mehr verlor die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in einem wichtigen Spiel gegen Italien. In einer Einzelkritik bewerten wir auf ukonio.de nach dem Halbfinale am gestrigen Abend „frei nach Schnauze“ alle deutschen Nationalspieler – und das ARD-Team bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine.

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Manuel Neuer: Bei den beiden Treffern ohne Abwehrchance. Doch ZDF-Experte Oliver Kahn hätte womöglich erklärt, dass Neuer hätte „übergreifen“ müssen. Vom Ostseestrand aus lässt sich so was immer leicht sagen.

Jérôme Boateng: Der Ex-Hamburger schaltete sich mit ins Angriffsspiel ein. Leistete sich hinten aber einige Unsicherheiten.

Waldemar Hartmann: Lud sich in seinen letzten EM-Club im bayerischen Bahnhof in Leipzig unter anderem Til Schweiger ein. Dieser erklärte zehn Mal, er sei kein Fußball-Experte. Da verschlug es auch Waldi fast die Sprache.

Mats Hummels: Hätte der Spieler des Turniers werden können. Doch der Borusse stand nicht gut im Spiel gegen Italien, „verschuldete“ die Flanke, die Mario Balotelli einköpfte. Dank der vier Spiele zuvor dennoch einer der Gewinner dieser Endrunde.

Holger Badstuber: Das Ende der Fehlerkette beim Führungstreffer der Italiener. Hat vergessen, hochzuspringen. War womöglich als Ablenkungsmanöver gedacht. Ging nicht auf.

Steffen Simon: Hat in den ersten zehn Minuten all das vom Zettel abgelesen, was er sich aufgeschrieben hatte. Warum der Fluch endlich besiegt werden könne etc.. Am Ende stand nichts mehr auf dem Stück Papier.

Phillip Lahm: Stellungsfehler beim zweiten Tor von „Super Mario“. Ein Titel übrigens, den kurzzeitig auch ein deutscher Akteur in der Vorrunde inne hatte. Der Kapitän wuchs an diesem Abend in Warschau gewiss nicht über sich hinaus.

Toni Kroos: Forderte zwei Wochen lang vehement einen Einsatz von Beginn an. Nutzte seine Chance nicht. Bei den Schüssen in der zweiten Hälfte fehlten zudem stets fünf bis zehn Meter. Schade.

Reinhold Beckmann: Der Hamburg-Talker wirkte nicht so souverän wie zuletzt. Versucht an der Seite des ARD-Experten Mehmet Scholl locker rüber zu kommen. Das wirkte krampfig.

Günter Netzer: Nicht im Stadion.

Sami Khedira: Zeigte kurz vor Ende der Partie, dass auch in der neunzigsten Spielminute noch gesprintet werden kann. Bester deutscher Spieler auf dem Platz.


Halbzeit

Bastian Schweinsteiger: Seine Verdienste für die DFB-Elf sind unbestritten. Doch eine richtige EM-Form erlangte er nie. Einmal abgesehen von den zwei Pässen auf Ex-„Super Mario“ gegen die Niederlande.

Oliver Bierhoff: Die Frisur saß.

Mesut Özil: Wir alle warten seit Jahren auf den großen Durchbruch. In Madrid soll er allwöchentlich zaubern. Sein Laufpensum ist unbestritten, aber Zauberfußball sieht anders aus.

Hansi Flick: Musste bereits vor Anpfiff die sensationelle Aufstellung bekannt gegeben – Einschüchterungstaktik, in dem die besten Spieler der Partie gegen Griechenland kurzerhand auf die Bank gesetzt werden. Tauchte nach Abpfiff unter.

Lukas Podolski: Lu-, Lu-, Lu-, Lukas Podolski, Lu-, Lu-, Lukas Podolski. Ach, was hat er uns 2006 mitgerissen. Das ist nun auch schon wieder sechs Jahre her.

Mario Gomez:

Matthias Opdenhövel: Interviewte nach dem Spiel in den Stadionkatakomben den Nationaltrainer. Hätte der deutschen Mannschaft auf dem Feld auch nicht weiterhelfen können. Grund: Zu brav.

Miroslav Klose: Hängte sich rein, hielt Bälle – blieb aber im Abschluss harmlos. Komm Miro, zwei Jahre gehen noch!

Jürgen Klinsmann: WÄRE IN DER KABINE LAUT GEWORDEN!

Marco Reus: Sehenswerter Freistoß – wenn der in den Winkel geht, es Gianluigi (nicht Mario) Buffon machtlos. Bot eine solide Partie.

Jogi Löw: Machte im Turnierverlauf sehr viel richtig. Doch gegen die Italiener fand er kein Mittel. Ein Glück sitzt er auch in Brasilien auf der Bank. Die Balljungen würden ihn vermissen.

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