Neue Studie und die Herabstufung der Elbe

koehlbrandbruecke-elbe-kraene-hafen-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Ein neuer Bericht des Bundes zur „Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung“ kategorisiert alle Flüsse in Deutschland. In einer Netzkarte für Binnenwasserstraßen sind alle Flüsse und vermutlich auch Rinnsale eingezeichnet.

Jedes Wasserband erhielt eine Farbe. Je knalliger die Farbgebung, desto wichtiger ist der Fluss für die Schifffahrt. So erhielt der Rhein in der Karte ein sattes Rot, die Donau „erstrahlt“ in rot und gelb. Und die Elbe? „Grau“ in grau!

Alles im Fluss

Gegen diese Klassifizierung lehnen sich nun jene Bundesländer auf, durch die der Fluss verläuft. Nur Hamburg schweigt sich, zumindest laut Artikel der Süddeutschen Zeitung, bis dato aus.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (kurz BUND) dagegen atmet auf, gilt die Elbe doch als einer der wenigen verbliebenen naturnahen Ströme in Deutschland. Aufgrund der „Herabstufung“ dürften nun die Ambitionen schwinden, den Fluss im Landesinneren weiter auszubauen. Eine Vertiefung der Elbe ist bekanntermaßen auch in Hamburg ob der einfahrenden Containerschiffe und des Hafens ein Dauerbrenner.

Die Elbe ein Nebenfluss? Wer in Hamburg am Elbufer entlang schlendert und den Blick gen Hafenanlagen richtet, mag das nicht so recht glauben. Doch das Gewässer hat eine Länge von knapp 1.100 Kilometern. Und nicht überall scheint der Fluss, der in der Nordsee mündet, für die Schifffahrt noch angesagt zu sein: Mutter Natur freut sich.

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