Hamburger Elbphilharmonie: Sind die Stunden von Hochtief gezählt?

elbphilharmonie-fassade-august-2012-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Wer dieser Tage durch die HafenCity schlendert, der wirft zuweilen gerne einen Blick auf die Elbphilharmonie.

Doch so faszinierend die äußere Erscheinung schon jetzt anmutet – das „Innenleben“ des Konzerthauses ist ein anderes.

Vor rund drei Monaten hatte die parteilose Hamburger Kultursenatorin Barbara Kisseler verkündet, dass sich die Stadt mit dem Baukonzern Hochtief geeinigt habe. Ein Eckpunktepapier solle den Weiterbau des Konzerthauses sicherstellen – die Stararchitekten Herzog & de Meuron, der Baukonzern Hochtief, die Stadt Hamburg: Gemeinsam sollte es voran gehen. Die Einigung kam kurz vor Ablauf des zweiten Ultimatums. Zuvor hatte man sich gegenseitig Fehlplanungen und Versäumnisse vorgeworfen. Und immer wieder war die Statik des Daches des großen Konzertsaales Thema.


Alle Beteiligten wollten sich so denn fortan regelmäßig an einen Tisch setzen, und die strittigen Punkte klären. Doch laut Hamburger Abendblatt ist es damit seit nunmehr drei Wochen nicht mehr weit her – es wird geschwiegen: Moll statt Dur?

Weiterbau gerät einmal mehr „aus dem Takt“

Nun moniert die Stadt, dass Hochtief die Zusagen zum Absenken des Daches noch nicht erfüllt habe. Offenbar hat Hamburg bereits einen „Plan B“ in der Schublade, will heißen: Hochtief könnte gekündigt werden, und die städtische ReGe übernimmt die Projektsteuerung.

✎ HafenCity – klappts mit der neuen Brücke vor der Elbphilharmonie?

Nur was würde eine Kündigung von Hochtief für den Weiterbau der Elbphilharmonie bedeuten? Nun, es müsste neu ausgeschrieben werden, Aufträge würden anderweitig vergeben – und auch der geneigte Freund der Elbphilharmonie müsste sich unter diesen Umständen eingestehen: Die Kosten würden vermutlich weiter steigen.

Eine wahre Arie.

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