Elbphilharmonie, die Stadt Hamburg und ein neues Ultimatum

elbphilharmonie-hafencity-2012-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. „An sich“ ist das alles kaum noch zu erklären. Denn „im Grunde genommen“ waren die Fronten zwischen der Stadt Hamburg und dem Baukonzern Hochtief geklärt – es sollte endlich weitergebaut werden.

Doch auf der Baustelle der Elbphilharmonie im neuen Quartier HafenCity an der Elbe geht es noch immer nicht voran. Nun hat die Stadt laut NDR dem Baukonzern eine letzte Frist gesetzt. Wird diese nicht eingehalten, werden sämtliche Verträge gekündigt.

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Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) spricht von „klaren Ansagen“. Endlich müsse das Bauprojekt fertig gestellt werden.


Ein Leuchtturm – der nicht leuchtet

Doch die Bild-Zeitung will von einem Schreiben Wind bekommen haben, das die städtische Realisierungsgesellschaft (Rege) am 21. Juni an Hochtief geschickt hat.

Just in jenem „Liebesbrief“ ist die Rhetorik wohl nicht mehr ganz so zahm – die Rede ist offenbar von „endgültig gescheitert“.

Zudem gibt es eine Fristverlängerung für Hochtief – eine Woche zum Nachdenken.

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Ein erstes Ultimatum am 31. Mai wäre fast verstrichen – da meldete sich Hochtief doch noch. Seit jenem „Einlenken“ hat sich bis dato auf der Baustelle aber so gut wie nichts getan.

Auch Kultursenatorin Barbara Kisseler wird all dies nicht mit Freude zur Kenntnis nehmen. Noch immer geht es um die Absenkung des Daches über dem großen Konzertsaal. Die Frage, ob die Statik nun „richtig“ berechnet wurde oder nicht – es ist eine unendliche Posse.

Den „Dachschaden“ hat derweil der Steuerzahler. Und die Frage steht im Raum: Wann wird die Elbphilharmonie denn nun fertig? Vor 2015 werden wohl keine Pauken und Trompeten zu vernehmen sein.

Das ist schade.

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