Wurde die Bürgerschaft Betreff Elbphilharmonie getäuscht?

radiopreis-2011-elbphilharmonie-hafencity-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Aus einem Prestige-Objekt wurde unlängst ein Streit-Objekt: Die Elbphilharmonie sollte der HafenCity Glanz verleihen, doch so glamourös der Hafen auch zuletzt beim Hafengeburtstag oder beim Besuch der Queen Mary 2 in Szene gesetzt wurde, die Elbphilharmonie ist „noch“ nicht der neue Leuchtturm. Bis die Lichter angehen, wird es noch eine Weile dauern.

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Seit Monaten tagt der Parlamentarische Untersuchungsausschuss. Noch immer wird sich mit den Hintergründen der Kostenexplosion beschäftigt. Nun wurden laut NDR zwei neue Vorwürfe gegen den früheren schwarz-grünen Senat erhoben: Hat der ehemalige Senat die Hamburger Bürgerschaft Betreff der Elbphilharmonie falsch informiert?

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Und die zweite Anschuldigung wiegt nicht minder schwer: Wurden wichtige Gutachten erst nachträglich erstellt und zudem Akten manipuliert?


Hochmut, tiefer Fall?

Konkret sind Nachtragszahlungen für den Elbphilharmonie-Bau gemeint, aus dem Herbst 2008. Es geht hier um 107 Millionen Euro. Der Senat erklärte damals, die Forderungen seinen vom Baukonzern Hochtief abgesegnet worden. Doch nun kam ans Tageslicht, dass das Gutachten als Beleg für die Vorgänge womöglich erst nachträglich erstellt wurde.

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Erst die Kostenexplosion, dann der Streit um die „Statik“ des Daches über dem großen Konzertsaal. Und nun immer neue Anschuldigungen.

Mutmaßlich spricht in zwanzig Jahren über all dies niemand mehr. Und er ragt wirklich heraus, der neue Leuchtturm an der Elbe. Aber der Ist-Zustand ist eher trist.

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