Elbphilharmonie Plaza: Keine langen Schlangen dank Ticket?

hafen-panorama-elbphilharmonie-hafencity-deutscher-radiopreis-2013-roter-teppich-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Die Elbphilharmonie befindet sich noch immer im Bau – aber immerhin: Es geht voran auf der Baustelle.

Nun stellten die Architekten des Konzerthauses, Herzog & de Meuron, sowie der Baukonzern Hochtief (mittlerweile „dicke“ mit der Stadt) das Sicherheitskonzept für das gesamte Gebäude vor.

Und siehe da: Um dem Ansturm von Besuchern gerecht zu werden, kam man nun offenbar gemeinschaftlich auf die Idee, ein Ticket-System einzuführen. Wer etwa auf die öffentliche Plaza, Aussichtsplattform mit Blick über die Stadt, gelangen möchte, der benötigt ein Ticket, bestätigte Enno Isermann, Sprecher der Kulturbehörde, dem Abendblatt.

Das Ticket ist kostenlos und könne vor Ort oder im Internet erstanden werden. Bis dato sollte der Ticketverkauf, etwa für Konzerte in der Elbphilharmonie, im achten Stock abgewickelt werden. Nun soll ein Ticketcounter im Erdgeschoss eingerichtet werden – nur ein Plätzchen muss noch gefunden werden.


Es soll verhindert werden, dass sich vor der Elbphilharmonie Schlangen bilden. Just jener Umstand war bereits vor Jahren Thema – als immer wieder angemerkt wurde, dass der Vorplatz der Elbphilharmonie viel zu klein geraten sei. So wurde auch darauf hingewiesen, dass nicht mehrere Busse vor dem Konzerthaus Halt machen könnten.

Wir haben verstanden?

Zudem wurde bemängelt, dass nur zwei Rolltreppen zur Plaza führen. Doch siehe da: Auch diesbezüglich soll nun mit einem neuen Steg nachgebessert werden. Denn: Wenn etwa ein Konzert im großen Saal oben unter dem Dach – die Fertigstellung des Daches ist ein Grund, warum der Bau über ein Jahr ausgesetzt wurde – endet, wird vermutlich ein Großteil der knapp 3.000 Konzertbesucher das Weite suchen wollen – außer natürlich, ein Umtrunk in einem der gastronomischen Angebote ist gesetzt. Just zum Konzertende also sollen beide Rolltreppen nach unten führen. Besucher der Plaza würden über den neuen Steg gen Aussichtsplattform gelangen.

Auch hier wurde sinnigerweise nachgebessert – denn schon immer wurde dezent darauf hingewiesen, dass so eine Rolltreppe ja auch mal einen Defekt aufweisen kann. Die neuen Maßnahmen sind zwar mit Mehrkosten verbunden – von fünf Millionen Euro ist die Rede – aber: Mit 789 Millionen Euro ist die Gesamtsumme ja längst gedeckelt.

Doch auch wenn das Ticketsystem – der Besucher hat so denn schwarz auf weiß, wann genau er in das Gebäude gelangt – vermutlich eine notwendige Maßnahme ist, um den Besucheransturm gerecht zu werden, dürften sich alltäglich die gleichen Szenarien abspielen: „Kein Ticket? Du kommst hier nicht rein.“

Disco-Stimmung vor der Elbphilharmonie inklusive.

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