Die Elbphilharmonie wird tatsächlich weitergebaut

radiopreis-2011-elbphilharmonie-hafencity-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. So ein Ultimatum kann zuweilen kleine Wunder bewirken. Wobei „richtig überraschend“ ist folgende Meldung dann doch nicht: Der Baukonzern Hochtief gedenkt weiterzubauen. Es geht aber nicht um irgendein kleines Familienhaus, sondern um die Elbphilharmonie. Der neue „Leuchtturm“ Hamburgs, das Prestigeobjekt, der Glaspalast, der Musiktempel an der Elbe.

Der NDR teilte mit, Hochtief habe sich bereit erklärt, die Arbeiten am Dach des großen Konzertsaals wieder aufzunehmen. Wie gütig.

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Der Vorstandsvorsitzende von Hochtief Solutions, Rainer Eicholz, gab zu Protokoll, dass „unsere konstruktive Lösung beim Saaldach ein positives Klima für eine Einigung bei anderen Themen schafft.“

Gutes Klima ist ein wichtiges Stichwort, denn bei einem offenen Dach wären die Besucherströme in luftiger Höhe womöglich eher dezent ausgefallen.


Es geht weiter

Seit September streiten sich die Stadt Hamburg und der Baukonzern. Es geht um die Statik des Daches – von Hochtief bemängelt –, um Gutachten, die laut der Stadt Hamburg grünes Licht gaben; aber Hochtief nicht vorgelegt wurden.

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Auf die Erklärung von Hochtief reagierte die Stadt prompt – und verhalten. Entscheidend sei nun der „reale Baufortschritt“ an der Elbphilharmonie im neuen Quartier HafenCity, teilte Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler mit. Den Ankündigungen müssen Taten folgen. Und: „Der Ball liegt nun im Feld vom Hochtief.“

Nach dem Ultimatum ist vor dem Ultimatum.

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