Berlin geschlagen – Pauli bleibt dran

bolze-millerntor-gegengerade-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Englische Woche in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga. Für treue Stadiongänger stellt die Anstoßzeit der 2. Liga unter der Woche zuweilen ein Problem dar. Auch Bolze, unser Mann am Millerntor, konnte wenige Stunden vor Anpfiff noch nicht sagen, ob er es packt, rechtzeitig um 17:30 Uhr auf der Gegengeraden zu sein: „Ich weiß es noch nicht hundertprozentig. Ist echt einer Frechheit diese Zeit.“

Die zweite Nachricht kam dann immerhin aus dem Millerntor: „So, mit 30 Minuten Verspätung im Stadion. Unmögliche Spielansetzung.“

Es kam, wie es kommen musste: „Schlechtes Omen. Kaum bin ich da, schießt Union ein Tor. Und es fängt an zu regnen.“ Markus Karl erzielte per Kopfball nach einer halben Stunde den Führungstreffer für Union.

Ehrlichkeit siegt

Nach einer Stunde gelang der Ausgleich durch Max Kruse. Bolze sah den glücklichen Treffer wie folgt: „Der unmöglichste Schuss geht natürlich rein.“

Es folgte ein recht munterer Schlagabtausch gegen nur noch zehn Berliner (Torschütze Karl flog mit Gelb-Rot vom Platz) und eine kuriose Spielszene zehn Minuten vor Abpfiff: Das Tor von Marius Ebbers wurde bereits vom Schiedsrichter anerkannt, doch der Stürmer gab an, den Ball mit dem Kopf und der Hand gespielt zu haben: Fairplay am Millerntor.

In den Schlussminuten drängten die Kiez-Kicker weiter auf das so wichtige Führungstor. Und all der Ärger über die frühe Anstoßzeit dürfte nicht nur bei Bolze verflogen sein, als Fin Bartels in der Nachspielzeit dank eines Linksschusses einnetzte.

Pauli bleibt dran.

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