Der Telemichel und verbrannte Erde

fernsehturm-herbst-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Der Heinrich-Hertz-Turm ist für viele Hamburger eine Herzensangelegenheit. Seit über elf Jahren „verwaist“ der Fernsehturm, Aussichtsplattform und Restaurant sind geschlossen.

Doch trotz dem teure Umbaumaßnahmen für eine Wiedereröffnung verlangt würden, gab es wohl durchaus einen Investor, der es erst meinte.

Unternehmer Martin Dencker hat nachgedacht und im Hamburger Abendblatt seinen Unmut kundgetan: Geldgeber und ein Konzept hätte es gegeben, aber der Betreiber, die Telekom-Tochter Deutsche Funkturm GmbH, habe „überhaupt kein Interesse daran“ den Fernsehturm wieder zu einem Touristenmagneten werden zu lassen.

Es ging um Namensrechte am „Telemichel“ für eine Reederei und einen Konzern aus der Schweiz. Doch es wurde nichts aus der Glückseeligkeit unter den Wolken.

Übernachtung mit Blick auf die Stadt?

Angeblich hat die Telekom selbst eigene Ambitionen für das Bauwerk: Oberbaudirektor Jörn Walter der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt bestätigte dem Abendblatt, wonach Pläne für ein Hotel sogar schon überarbeitet wurden.

Die Entwürfe für das Hotel über den Wolken stammen derweil vom dänischen Architekten Christian Bay-Jørgensen.

Den Unternehmer Dencker hingegen verschlug es nach Dortmund, wo es nicht nur für den BVB hoch hinaus geht: In der vergangenen Woche wurde im Fernsehturm ein Drehrestaurant eröffnet.

Für Hamburg also gilt nach wie vor: Zeit, dass sich was dreht. Wie auch immer.

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