Film-Kritik: „Die Vermessung der Welt“ und das Kino-Abenteuer

die-vermessung-der-welt-screenshot-youtube-warner-brosYouTube Screenshot/ Warner Bros.

Mit „Die Vermessung der Welt“ kommt einmal mehr eine Buchadaption ins Kino. Detlev Buck, Regisseur und Produzent des Films, hat es geschafft, den Erfolgsautor Daniel Kehlmann mit ins Boot zu holen: Der Schriftsteller höchst selbst gibt sich so denn die Ehre und hat das Drehbuch mitverfasst.

Der Film erzählt die Geschichte des Mathematikers Carl Friedrich Gauß und des Weltenbummlers Alexander von Humboldt. Gauß wird in weiten Teilen des Films (voran gehen einige Jugendszenen) von Florian David Fitz („Männerherzen“) gespielt, Humboldt mimt Albrecht Abraham Schuch.

Ohne zuviel vom Plot vorweg zu nehmen, sei zumindest erzählt, dass dem Film eine angenehme Entspanntheit innewohnt. Unaufgeregt, teils pointiert, zielstrebig und leicht überzeichnet wird das Leben zweier – auf völlig unterschiedliche Art und Weise – Genies wiedergegeben. Während Carl Friedrich Gauß stets auf der Suche ist nach Gleichgesinnten, die ihm das Wasser reichen können, ist Alexander von Humboldt beseelt von dem Gedanken, möglichst viel von der Welt zu sehen und immer neue Territorien zu erkunden („Where no one has gone before…“). Im Falle von Gauß, der aus ärmlichen Verhältnissen stammt, und Humboldt, reich gesegnet, dürfte ein Motto des Filmes sein: Gegensätze ziehen sich an.

Beeindruckende Bilder

Die Naturbilder, die vor allem Humboldt mit seinen Gefolgsleuten auf Reisen zeigen, sind beeindruckend. Gerade die in Ecuador entstandenen Urwaldszenen lassen einen abtauchen in „fremde Welten“ und wecken zuweilen den Erkundungsdrang des Kinobesuchers.

Der Einsatz von 3D dürfte so manch Cineasten erfreuen – ob er wirklich Not tut, um eine solch historische Geschichte aus dem vornehmlich neunzehnten Jahrhunderts zu erzählen, ist eine andere Frage.

Wer sich auf das Abenteuer einlässt, dürfte mit einem Lächeln aus dem Kinosaal gehen.

„Die Vermessung der Welt“ startet am 25. Oktober in den Kinos.


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