„Die Unfassbaren“: Je näher man schaut, desto weniger will man sehen

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FBI-Agent Dylan Rhodes (Mark Ruffalo, „The Avengers“) muss eine „Bande“ Zauberkünstler widerstrebend ziehen lassen – denn wie könnte die Polizei auch zugeben, dass ein Raub mit Hilfe von „Magie“ stattfand?

Er bekommt aber unerwartete Hilfe von Thaddeus Bradley (Morgan Freeman, „Bruce Allmächtig“), der eine erfolgreiche Internetshow hat, in der er großen Bühnenzauber entmystifiziert und nun als Experte ebenfalls „ermittelt“. Schon steht die nächste Show der vier Zauberkünstler und damit der nächste Coup an.

Bei jedem faszinierenden Zauberkunststück geht es darum, eine Ablenkung zu schaffen, damit ungesehen etwas anderes stattfinden kann. Hier versucht es leider die Story: Mit viel Taschenspielerei soll die Handlung den Zuschauer davon ablenken, etwas intensiver über eben sie nachzudenken.

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Während andere Magier-Filme wie „The Prestige“, „The Illusionist“ oder selbst Raubzug-Filme wie „Ocean’s Eleven“ oder „Inside Man“ mit unerwarteten Wendungen glänzen, ist in „Die Unfassbaren“ die große Wendung nicht nur ungewöhnlich, sondern einfach nur ärgerlich. Sie zielt lediglich darauf ab, den Zuschauer zu verblüffen und nimmt dabei in Kauf, dass die bis dahin eigentlich spaßig konstruierte Geschichte wie ein instabiles Kartenhaus in sich zusammenfällt.

Visuelle Effekte durch visuelle Effekte

Dazu kommen leider viele weitere falsche Entscheidungen. Die beiden im Film integrierten Liebesgeschichten funktionieren aufgrund mangelnder Chemie zwischen den Darstellern einfach nicht.

Und die Entscheidung, die Bühnenshows mit Hilfe von computergenerierten Effekten aufzupolieren, die man deutlich als solche erkennt, ist einfach nur „Betrug“ am Zuseher.

Selbst die weiteren hochkarätigen Darsteller (unter anderen Jesse Eisenberg, Woody Harrelson und Michael Caine) können nicht ausreichend kaschieren, was dem Film ansonsten fehlt: Zauberei.

„Die Unfassbaren“ startet am 11.07.2013 in den deutschen Kinos.

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