Filmkritik zu „Argo“: Ben Affleck inszeniert packenden Polit-Thriller

argo-warne-bros-screenshot-youtubeWarner Bros./ Screenshot YouTube

Politischer Stoff sorgt stets für kontroverse Diskussionen: Ist der Film überzeichnet? Überhöht er ein Ereignis? Oder werden gar Fakten verdreht?

Die Geschehnisse des 4. Novembers 1979, die in „Argo“ verfilmt wurden, liegen wenige Wochen vor der Geburt des Autors dieser Zeilen und beruhen – wie es so schön heißt – auf einer wahren Begebenheit. Nach einem „Faktencheck“ kann jedoch bestätigt werden, dass sich Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller Ben Affleck zumindest einmal getreu an die Ereignisse des Jahres 1979 gehalten hat. Im Jahre 1997 erst hatte die CIA jene Akten offengelegt, die die Geschehnisse vom 4. November und in den Wochen drauf widerspiegeln.

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Während der iranischen Revolution wird die US-Botschaft in Teheran gestürmt. Über 50 Geiseln werden genommen – sechs amerikanischen Botschaftsmitarbeitern glückt jedoch die Flucht durch den Hintereingang. Die Amerikaner verschanzen sich in der kanadischen Botschaft und es ist an der CIA, die US-Bürger aus dem Iran rauszuholen.

Tony Mendez, gespielt von Affleck, hat so denn die Idee, einen „fiktiven Film“ vor Ort zu drehen. Die sechs schon anwesenden Botschaftsmitarbeiter sollen sich dabei als Filmcrew ausgeben. Gemeinsam wollen sie das Land verlassen. Es beginnt – wie es so schön heißt – ein Wettlauf gegen die Zeit.

Packend und mit viel Tempo

Ben Affleck hat bereits mit „The Town“ gezeigt, dass er es vermag, einen Thriller packend zu inszenieren. Auch Argo – so der Name des fiktiven Science-Fiction-Movies – ist von Beginn an mitreißend und schafft es, die Geschehnisse fast ohne Leerlauf stets lebendig und unglaublich spannend wiederzugeben. Mit Bryan Cranston („Larry Crowne“), John Goodmann („The Artist”) und Alan Arkin („Little Miss Sunshine“) hat Affleck zudem mehrere erfahrende Hollywood-Schauspieler verpflichtet, die allesamt zu überzeugen wissen.

Auch wenn der Film erfreulicherweise ohne zu viel Pathos auskommt, sei an dieser Stelle ein Satz gestattet: „Argo“ ist nichts für schwache Nerven.

„Argo“ startet am 8. November im Verleih von Warner Bros. in den Kinos.

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