Filmkritik „Sex Tape“: In weiten Teilen einfach nur zum Wegschauen

sex-tape-sony-pictures-screenshot-youtubeSony Pictures/ Screenshot YouTube

Nun, der Film „Sex Tape“ – um gleich zu Beginn ehrlich zu sein: Die erste halbe Stunde ist schlichtweg furchtbar behäbig. Und auch danach gibt es peinliche Momente. Viele peinliche Momente. Der ganze Film wirkt komplett gestellt, weit weg von irgendeiner Realität. Das mag ein Ansinnen des Kinos sein, aber um Außerirdische dreht es sich in diesem Blockbuster leider nicht.

Zur Story: Annie und Jay sind seit zehn Jahren ein Paar, haben zwei Kinder – und das Sexualleben lahmt. Die Idee eines privaten Sexvideos soll wieder Schwung in die Hütte bringen. Blöderweise landet das dreistündige Geschehen in allen denkbaren Lagen in der Cloud – und kann von jenen Personen abgerufen werden, denen Jay ein Tablet geschenkt hat – darunter gute Freunde, der neue Boss von Annie und der Postbote.


Jake Kasdan hat bereits beim Film „Bad Teacher“ aus dem Jahre 2011 Regie geführt – und auch in dieser Komödie gaben sich Cameron Diaz und Jason Segel die Ehre. An sich durchaus Garanten für gute Unterhaltung. Doch ob sich die beiden Schauspieler mit diesem Film einen großen Gefallen getan haben?

„Sex Tape“ soll wohl auch eine Komödie sein – doch das erschließt sich dem Kinobesucher erst nach besagter halber Stunde, als tatsächlich die Situationskomik greift und ein paar Lacher generiert werden. Man darf sogar soweit gehen zu behaupten, dass der Film Schwung aufnimmt. Doch die Vollbremsung erfolgt leider noch weit vor dem Abspann.

Dem Film derweil darf nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass er sich des Themas Sex bedient. Doch im Grunde genommen wird das Geschehen stets dann lustig, wenn er sich von just jenem Thema entfernt.

Aber wenige lustige Minuten rechtfertigen wohl nicht den Besuch des Kinos – dann schon lieber „Bad Teacher“ auf DVD schauen.

Satz mit X…

„Sex Tape“ startet im Verleih von Sony Pictures am 11. September in den deutschen Kinos.

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