Filmkritik: „The Lego Movie“ – Skandal, ständig Schleichwerbung!

the-lego-movie-plakat-hamburg-2014-andres-lehmannAndres Lehmann

Vor rund zwei Monaten startete „The Lego Movie“ in vielen Ländern auf diesem Globus im Kino, schon seit über einem halben Jahr versorgen uns Lego und Warner Bros. mit großartigen Trailern – und nun endlich startet das erste Lego-Abenteuer auf der großen Leinwand auch hierzulande.

Emmet ist der Auserwählte: Artig absolviert die gelbe Minifigur täglich ihren Dienst auf der Baustelle, doch auf einmal ist es an ihm, dem „Unscheinbaren“, gemeinsam mit Batman und Co. die „Spielewelt“ zu retten.


Die Geschichte versucht den großen Spagat zwischen Kinderunterhaltung und einer gehörigen Portion Spaß auch für Erwachsene. Analog der käuflichen Lego-Sets könnte auf dem Filmplakat „8 bis 14“ stehen. Aber selbstredend haben auch Erwachsene ihre helle Freude daran, Lego-Welten zu erschaffen. Und: Diesem Kino-Abenteuer beizuwohnen.

So viele Legosteine!

Der Animationsfilm wartet mit einer schier endlosen Liebe am Detail auf, das Auge des Lego-Fans sucht stetig das Bild ab um zu schauen, was ihm bekannt vorkommt – und tatsächlich: So manch Figur, Zug oder Gebäude dürfte ihm bereits untergekommen sein. Und damit sind nicht die teils knallbunten Sets gemeint, die parallel zu „The Lego Movie“ erschienen sind. Sondern etwa ein 80er-Jahre Weltraumpilot – samt blauem Helm, der schon einige Missionen hinter sich zu haben scheint.

Das Ende des Films ist natürlich familientauglich und wartet mit einem „Aha-Effekt“ auf – so viel sei, ohne den Kinogängern die Freude zu rauben, vorab erzählt. Doch all jene Cineasten und Lego-Freunde, die tatsächlich alle Trailer im Vorfelde gesehen haben, dürften womöglich etwas enttäuscht sein: Die „Pointen-Dichte“ ist dann doch überschaubarer, als es die kurzen Ausschnitte im Vorfelde erahnen ließen.

So wurde „The Lego Movie“ durchaus gezielt auch für große Lego-Freunde beworben – dabei handelt es sich eben „vornehmlich“ doch um einen richtig gut gemachten Film für Kinder, die ihre Lego-affinen Eltern gerne mitnehmen dürfen in den Kinosaal des Vertrauens.

Wäre „The Lego Movie“ ein Lego-Set, dürfte es mit viel Freude aufgebaut werden. Doch ein wenig würde sich womöglich nach Fertiggestellung schon die Vorfreude auf den nächsten Karton einstellen, denn: Das kommende Modell darf ruhig noch größer sein.

„The Lego Movie“ ist somit ein stimmiges Debüt auf der Leinwand. Aber motivierend sei ergänzt: Da geht noch mehr!

„The Lego Movie“ startet im Verleih von Warner Bros. am 10. April in den Kinos.

✔ Folge ukonio.de auf Twitter, Facebook oder Google+




Kommentar hinterlassen zu "Filmkritik: „The Lego Movie“ – Skandal, ständig Schleichwerbung!"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*