Fanbericht Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC Berlin

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Fast neun Millionen Zuschauer an den TV-Bildschirmen und viele Besucher im Düsseldorfer Stadion trauten ihren Augen nicht: In der Nachspielzeit stürmten viele Fans das Spielfeld, obwohl das alles entscheidende Relegationsspiel zwischen Hertha BSC und der Fortuna noch gar nicht abgepfiffen wurde.

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Lars Reibel war als Fan im Stadion und schildert auf ukonio.de seine Erlebnisse:

„Die Stimmung war absolut erstligareif. Sowohl der Fans der Fortuna als auch der Herta haben ihre Mannschaften bereits vor dem Anpfiff angefeuert und diesem Spiel entgegen gefiebert.

Der erste Angriff und das Traumtor von Maxi Beister haben ihr übriges getan und die Stimmung war unfassbar! Gänsehaut pur. Ein großes Lob an die Berliner Spieler, die sich nicht beeindrucken ließen und weiter machten. Es war danach ein sehr spannendes Spiel und der Ausgleich war mehr als verdient.

Aber die Fortuna hat gekämpft und das war für mich der Unterschied beim zweiten Aufeinandertreffen der Mannschaften. Über den Kampf kam das verdiente 2:1 Führungstor für die Fortuna.

Danach ging es dann los…

Doch auf einmal wurden Bengalos auf beiden Seiten gezündet, aber was aus dem Fan-Block der Hertha kam, sah zum Teil lebensbedrohlich aus.

Die Masse an Feuerwerk, welches auf das Spielfeld, in den Innenraum, auf Ordner, Polizei und Security geworfen wurde, war sehr erschreckend. Aus den angrenzenden Blöcken haben Fans Reißaus genommen.

Daraufhin wurde das Spiel unterbrochen und der absolut bewundernswerte Schiedsrichter Wolfgang Stark ließ diese Zeit nach vielen Minuten des bangen Wartens nachspielen.

Auch im Fortuna-Block wurden die Bengalos auf den Rasen und in den Innenraum geworfen, allerdings aus meiner Sicht nicht mit den gravierenden Folgen. In der daraus resultierenden siebenminütigen Nachspielzeit gab es dann für einige Fans kein Halten mehr.

Auch für die Polizei, die während des laufenden Spiels für beinahe alle Beteiligten überraschend auf das Spielfeld kam und sich vor dem Herta-Block versammelte.


Banges Warten

Dass die Fortuna-Fans den Platz nach Abpfiff stürmen würden, war zu erwarten und sollte aus meiner Sicht nicht so dargestellt werden, als ob dies unfassbar gewesen sei. Jeder hat genau das erwartet. Wie bei jedem anderen Team in der Bundesligageschichte, das Titel gewonnen hat oder aufgestiegen ist.

Fortuna hat acht Jahre für das Ziel 1. Fußball-Bundesliga gekämpft und die Fans haben einen großen Anteil daran.

Ein wichtiger Aspekt an diesem denkwürdigen Abend war, dass keiner wusste, wann das Spiel nun wirklich abgepfiffen wird: Wie lange war noch zu spielen? Die Anzeigetafel zeigte 90:00 Minuten an, es gab einen Pfiff und „alles war vorbei“. Nur leider war es nicht das Ende…

Lob an den Schiedsrichter

Das in die Köpfe der Fans auf dem Platz zu bekommen, hat gedauert. Und ich möchte hier sagen, dass über 40.000 Fortuna-Fans alles dafür getan haben, den Rest darauf aufmerksam zu machen und zu überzeugen, schnell auf die Tribünen zurück zukehren.

Herrn Stark haben beide Teams und Vereine ein großes Lob auszusprechen, denn in diesem Tumult die Übersicht zu behalten… es gibt nicht viele Schiedsrichter auf der Welt, die das geschafft hätten.

Auch zu bemerken ist, dass das ganze Stadion die Hertha-Spieler nach ihrer Entscheidung, das Spiel fortzusetzen, mit Applaus und Jubel empfangen hat.

Es war ein leistungsgerechtes 2:2 und der Verein und die Stadt haben den Aufstieg verdient.

Welche Strafe jetzt noch auf uns zukommt, wird abzuwarten sein. Aber wir werden sie akzeptieren.“

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