Hamburg wird eingemottet

raupe-schwebend-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Im Bezirk Wandsbek in Bramfeld oder in Billstedt im Osten Hamburgs geht es derzeit gespenstisch zu. Die Natur zeigt sich – tja, von ihrer schönsten Seite?

Manch einer wird beim Anblick des Naturschauspiels auf jeden Fall erschrecken und einstweilen kreidebleich. Denn einzelne Bäume und Sträucher verwandeln sich derzeit in sonderbare Gebilde. Der Stamm etwa ist weiß umschlungen und klebrige Netze umspannen die Äste. Und überall diese Raupen!

Das Leben scheint den Baum verlassen zu haben – und das Ende Mai.

Who ya gonna call? Ghostbusters!

Entpuppt sich das Spektakel etwa als Kunst am Baum? Mitnichten. Schuld an der Verwandlung ist die Gespinstmotte. Wirken Raupen, so denn sie einzeln angetroffen werden, noch süß und possierlich, so können Hundertschaften einem schon einen gehörigen Schrecken einjagen.

Doch bevor die Bevölkerung jetzt gegen Raupen auf die Straßen der Hansestadt geht: Trotz der Fraßschäden erholen sich die meisten Bäume wieder. Denn im Juni ist die Entwicklung der meist graugelben bis zu zwei Centimeter groß werdenden Larven mit der Verpuppung abgeschlossen.

Schreck lass nach.

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