Google LG Nexus 4 vs. Samsung Galaxy Nexus: Vergleichstest

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Gerne werden zuweilen alle möglichen Smartphones unterschiedlicher Hersteller miteinander verglichen. Wir konzentrieren uns einmal auf das aktuelle LG Nexus 4 und den direkten Vorläufer, das Samsung Galaxy Nexus. Ein Test ist insofern interessant, da Google im Falle des Galaxy Nexus mit Samsung kooperierte, und beim Nachfolger auf LG Electronics vertraute. Zudem wird die Weiterentwicklung des LG Nexus 4 im Vergleich zum Galaxy Nexus am deutlichsten.

Rein von der äußeren Erscheinung gleichen sich das Samsung Galaxy Nexus und das LG Nexus 4 in vielen Punkten: Das Display auf der Front ist beim neuen Nexus etwas höher angeordnet – zudem sind die Kanten der Front abgerundet: Ein sehr schöner optischer Effekt. Doch wer die beiden Devices nebeneinander legt, muss schon genau hinsehen, um „bahnbrechende“ Unterschiede auszumachen. Google scheint hier schlicht sein Nexus-Design gefunden haben. Und das ist vor allem eines: Edel.


Doch wenn wir das Samsung Galaxy Nexus und das LG Nexus 4 wenden, werden recht große Unterschiede deutlich: Das Samsung Galaxy Nexus setzt auf eine geriffelte Plastikabdeckung – das LG Nexus hingegen auf eine spiegelnde Glasrückseite. Zwar sieht der „Rücken“ (kann ja auch verzücken) des Nexus 4 eleganter aus – wenngleich der Spiegeleffekt ein wenig „kitschig“ anmutet. Doch: Das Galaxy Nexus liegt deutlich besser in der Hand. Die Rückseite des Nexus 4 ist rutschig – wer das Device etwa auf eine leicht schräge Fläche – abgewinkelte Beine – legt, der kann mit anschauen, wie sich das Smartphone verselbstständigt. Zudem sieht man auf der Rückseite jeden Fingerabdruck.

Doch genug „geschimpft“: Dank der gerundeten Kanten macht das Nexus 4 insgesamt einen „wertigeren“ Eindruck. Da hätten wir wieder – das „Galaxy-Plastik-Thema“. Doch – und an dieser Stelle sei eine persönliche Einschätzung des Autors erlaubt: Das Samsung Galaxy Nexus liegt schlicht besser in der Hand.

Ragt ein Display heraus?

Das Display des Samsung Galaxy Nexus misst 4,65 Zoll, die Diagonale des Nexus 4 Touchscreens kommt mit 4,7 Zoll des Weges. Google hat sich hier auf ein schönes XL-Maß eingeschossen. Doch ein Unterschied in der Darstellung ist bei bloßer Betrachtung nicht auszumachen: Die Farben des Super-Amoled-Displays des Galaxy Nexus sind farbintensiv und gestochen scharf (von Pentile keine Spur), doch auch das LG-Display lässt keine Wünsche offen.

Einige Kollegen sahen in der Display-Disziplin sogar das Galaxy Nexus um eine Nasenlänge vorne – das können wir nicht bestätigen. Doch ein Schritt nach vorne ist beim Nexus 4 auch nicht auszumachen. Es bleiben schlicht keine Wünsche offen.

Gibt es einen Leistungssieger?

Das Samsung Galaxy Nexus geht auch beim Zocken aufwendiger aktueller 3D-Spiele nicht in die Knie. Das Galaxy Nexus kam mit 1 GB Ram und zwei Kernen auf den Markt, das Nexus 4 erschien Ende letzten Jahres mit einem Quadcore-Prozessor. Doch bei der Bedienung wurden in der Geschwindigkeit keine Unterschiede deutlich: Android 4.2.2 Jelly Bean läuft auf beiden System stabil.

Dank des aktuellen Android-Updates wurde auch das Samsung Galaxy Nexus noch mit einigen Features versehen, die das LG Nexus 4 von Beginn an Bord hatte, etwa die durchaus spaßige 360° Panorama-Funktion bei Fotos. Wo wir bei der Kamera wären: Einer der Schwachpunkte des Galaxy Nexus ist die 5 Megapixel-Kamera. Bei guten Lichtverhältnissen ist noch alles in Butter, doch in leicht abgedunkelten Räumen nimmt das Rauschen dann doch sehr schnell Überhand. Das Nexus 4 kommt mit einer 8 Megapixel-Kamera des Weges – und sie ermöglicht bei nicht so optimalen Lichtverhältnissen bessere „Schnappschüsse“.

Beide Geräte ohne LTE, aber mit NFC

Auf LTE verzichten hierzulande beide Devices, wenngleich das Nexus 4 auf dem Optimus G basiert – und 4G somit möglich gewesen wäre. NFC unterstützen beide Geräte – insofern darf auch zwischen dem Samsung Galaxy Nexus und dem Nexus 4 munter gebeamt werden. Wer nicht weiß, wie das geht: Einfach Scotty fragen.

Während das LG Nexus 4 mit 8 GB sowie 16 GB im Google Play Store erhältlich ist – für 300 und 350 Euro (im freien Handel kostet das Nexus 4 rund 50 Flocken mehr), verharrt das Samsung Galaxy Nexus seit Monaten bei etwa 320 Euro. Wobei der Startpreis bei über 600 Euro lag. Google hatte das Nexus 4 zum Kampfpreis auf den Markt gebracht – doch Samsung mit seinem neuen Galaxy S4 oder HTC mit seinem One lassen sich davon dieser Tage nicht beeindrucken.

Erwähnenswert ist noch, dass weder das Samsung Galaxy Nexus noch das LG Nexus einen microSD-Slot verbaut haben: Schade.

Nexus: Android pur!

Der Vorteil beider Nexus-Geräte liegt auf der Hand: Android pur drückt dem User keine Widgets und Settings aufs Auge – ein jeder Nutzer kann das mobiles Betriebssystem nach Belieben selbst „einrichten“. Zudem werden aktuell noch beide Geräte – das mag sich im Falle des Galaxy Nexus womöglich ab 2014 Jahr ändern – aktuell mit den neusten Android-Versionen versorgt. Ein monatelanges Warten bleibt somit aus.

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Fazit: Wer auf Android „pur“ steht, immer die neusten Updates beziehen und mit einem Smartphone in XL Vorlieb nehmen möchte, der ist beim Kauf des Samsung Galaxy Nexus oder LG Nexus 4 gut beraten. Außer optischen Gesichtspunkten – hier sei noch einmal die Rückseite zu nennen – spricht im direkten Vergleich natürlich vieles fürs LG Nexus 4, da die technischen Spezifikationen schlicht besser sind. Der Käufer ist somit länger „up to date“. Doch auch für das Samsung Galaxy Nexus können wir weiterhin eine klare Kaufempfehlung aussprechen – im Vergleich zu gängigen Flaggschiffen braucht das auch das dritte Nexus noch immer nicht zu verstecken.

 


 

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