Thomas Gottschalk „verzweifelt“ am ARD-Vorabend

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Das alles hatte sich Thomas Gottschalk sicherlich anders vorgestellt. Doch von Anbeginn lief im ARD-Vorabend für den besten Entertainer Deutschlands so ziemlich alles schief.

✎ „Live“-Finale: Thomas Gottschalk verlässt die kleine ARD-Bühne

Sein Abschied von „Wetten, dass..?“ war mutig. Alleine die Nachfolgersuche zeigte, wie unentbehrlich Thomas Gottschalk für die ZDF-Show war (und ist). Nun aber sollte es ein neues Abenteuer sein.

Die erste Sendung mit „Bully“ Herbig war durchaus spaßig, wenngleich Gottschalk durchaus aufgeregt und teils fahrig schien. Doch das wird kaum einer Gottschalk zum Vorwurf gemacht haben. Vielmehr hat die ARD einen entscheidenden Fehler begangen: Die Werbepausen, die im Vergleich zu den privaten Sendern freilich kurz ausfallen, waren so blöd platziert (und mit Musik angeteasert), dass es wochenlang hieß: „Gottschalk Live“, das ist doch nur Werbung.

Und das obwohl das Erste bereits in der zweiten (!) Sendung die Platzierung Werbespots umstellte. Pech gehabt: Der erste Eindruck zählte.


Die Fehlerkette

Der zweite große Fehler war der Umbau des Studios. Das Humbold Carré in Berlin ist eine gute Adresse. Die Wohnzimmer-Atmosphäre war großartig. Sicherlich, die Redaktion war „überflüssig“ und wahrlich nicht schlagfertig. Aber wie wäre es denn gewesen, etwa eine Schulklasse auf den zahlreichen Sitzplätzen, sei es auf der Couch, auf der Fensterbank etc. Platz nehmen zu lassen?

So wurde das gesamte Studio umgebaut und glich anschließend der Deko des Polittalks von Sandra Maischberger. Genau so hätte Gottschalk aber auch aus einem Container in Köln-Mühlheim senden können (womöglich auf dem Parkplatz von Harald Schmidt).

Immerhin: Die nun rund 100 Zuschauer taten dem Format gut, Gottschalk selbst sprach davon, endlich habe er „sein Publikum“ wieder. Und genau so ist es: „Tommy“ blüht dann auf, sobald er vor Leuten steht – oder in diesem Fall sitzt. Für viel Interaktion war ohnehin kein Platz.

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Der letzte Fehler war es, die Sendung nicht mehr „live“ zu senden. Die Sendung, in der Bud Spencer zu Gast war, glich etwa einer „Schnipsel-Show“. Und als die Absetzung der Sendung bekanntgegeben wurde, wurde die löbliche Aktion „66 Träume“ ins Leben gerufen. Zugeschaut haben da aber eh nur noch wenige.

Somit war „Gottschalk Live“ ein Experiment, das durchaus hätte gut gehen können. Ist es aber nicht, und das ist durchaus bedauerlich.

Aber sehen wir es einmal positiv: Vielleicht kehrt Gottschalk ja doch noch mal zurück, auf die ganz große Bühne… am Samstagabend.

„Hä mein Lieber, Herrschaften“ – mit Gottschalk wird zu rechnen sein.

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