Hamburg: Xaver und die zweite Sturmflut – Innenbehörde gibt Entwarnung

koehlbrandbruecke-altenwerder-elbe-hamburger-hafen-2012-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Allzu glimpflich lief es dann doch nicht ab, und das Orkantief Xaver traf auch die Hansestadt Hamburg mit voller Wucht – samt Hochwasser in Stadtgebieten entlang der Elbe, Orkanböen, Starkregen und vereinzeltem Schneefall, der bis zur Stunde anhält.

Die Auswirkungen sind vor allem für Berufspendler und Reisende – egal ob kurze oder längere „Wegstrecke“ – in den frühen Morgenstunden spürbar gewesen: So ist der U-Bahn-Verkehr teils eingeschränkt, die U1 war in den Morgenstunden gesperrt, und zwar zwischen Schmalenbeck und Großhansdorf. Doch weitere Beeinträchtigungen gibt es aktuell auf den Linien der Hochbahn nicht mehr.


Auch dem Regionalverkehr spielte Xaver teils mit: So fahren keine Züge zwischen Hamburg und Lüneburg, die Oberleitung ist unterbrochen. Keine schöne Begrüßung zum Nikolaus.

Der Airport Hamburg war zeitweilig gesperrt. Doch mittlerweile heben die Flieger teilsweise wieder ab. Nach und nach stabilisiert sich – neben dem Wetter – auch die Verkehrslage in der Hansestadt. Stark windig – und somit ungemütlich – ist aber noch immer.

Zweite Sturmflut am Morgen

Die befürchtete „sehr schwere Sturmflut“ erreichte laut Abendblatt in den Morgenstunden einen Wasserstand der Elbe von nahezu vier Metern über dem Mittleren Hochwasser, sprich 6,09 Meter über „Normal Null“. Das ist „beachtlich“ – aufgrund der Deichanlagen ging aber keine größere Gefahr vom Hochwasser für die Innenstadt aus.

Doch der Xaver-Schrecken ist offenbar vorbei: Die Hamburger Innenbehörde vermeldete, es bestehe für die Bevölkerung keine Gefahr mehr. Jedoch blieben einige Stadtgebiete zunächst gesperrt, bis das Wasser abgelaufen sei. Erneut stand etwa die Fischauktionshalle in Altona meterhoch unter Wasser.

Die Schulen in Hamburg blieben, wie gestern angekündigt, geschlossen. Jedoch werden Grundschüler nach Wunsch in den Schulgebäuden betreut.

Und noch eine löbliche Meldung für alle Modelleisenbahn-Freunde: Das Miniatur Wunderland in der Speicherstadt bleib zwar nicht in Gänze vom Wasser verschont – das „kalte Nass“ drückte in den Keller. Doch Mitarbeiter konnten verhindern, dass die aufwendige Technik des Miniaturwunderlandes beschädigt wird, wie via Facebook-Post mitgeteilt wurde.

Wie groß die Schäden tatsächlich sind, die Xaver im Stadtgebiet angerichtet hat, werden die nächsten Tage zeigen. Da jedoch die Deiche hielten und etwa rund um die Fischauktionshalle keine Autos weggespült wurden, scheint die Hansestadt mit einem blauen Auge davongekommen zu sein.

So denn der Stiefel nicht am heutigen Morgen unter Wasser stand.

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