Polizei-Köche mit illegalem Partyservice?

pommes-currywurst-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Diese Nachricht schmeckt nicht jedem: Köche der Hamburger Polizei haben womöglich auf eigene Rechnung erlesene Gerichte aus der Kantine verkauft.

Zwei Beamte der Bereitschaftspolizei seien derzeit nicht mehr in der Kantine an der Carl-Cohn-Straße im „Einsatz“. Die Innenbehörde teilte mit, dass die beiden Köche nicht suspendiert wurden, sondern während des Zeitraums der Ermittlungen ihren „normalen“ Einsatz leisten. Fernab der Abzugshaube also.

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Das Hamburger Abendblatt erfuhr, dass es für die Beamten keinen Ersatz gebe. Die Küche bleibt demnach kalt und die Vorgänge schlagen auf den Magen.

Schattenwirtschaft

Ermittelt wird wegen des Verdachts auf Untreue. Lebensmittel aus der Einsatzküche seien für einen privaten Catering-Einsatz „zweckentfremdet“ worden. Wobei, was heißt hier zweckentfremdet: Verzehrt wurden die Güter allemal, oder wurde mit Würstchen Mikado gespielt?

Der Strafanzeige ist laut Abendblatt zudem zu entnehmen, dass hohe Polizeibeamte und Politiker Nutznießer des Catering-Service gewesen sein könnten.


Der Küchenservice darf sehr wohl bei dienstlichen Anlässen, Empfängen oder Veranstaltungen in der Innenbehörde angefordert werden. Eine ordnungsgemäße Abrechnung müsse aber stets sichergestellt sein: Mal wieder muss die Frage zwischen „dienstlich“ und „privat“ geklärt werden.

So oder so: Für die zwei Köche der Hamburger Polizei geht es um die Wurst.

1 Kommentar zu "Polizei-Köche mit illegalem Partyservice?"

  1. Gut, dass sowas endlich mal ans Tageslicht gerät,
    würde mich mal sehr freuen, Zahlen und Fakten zu sehen,
    welche zeigen, wieviel dort veruntreut wurde, bzw. diese Herren sich in die Hose gesteckt haben.

    Wer diese Geschichte aber wirklich kennt, sollte auch wissen das die Empörung dadurch mehr als gerecht ist!!

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