Hansa-Park in Sierksdorf im Erlebnistest: Familien-Abenteuer an der Ostsee

hansa-park-sierksdorf-holstentor-hanse-ostsee-freizeitpark-katharina-kubicaKatharina Kubica

Sierksdorf ist ein beschauliches Städtchen direkt an der Ostsee. Der Strandbesucher genießt hier seine Ruhe – den Blick gen Lübecker Bucht gerichtet.

Doch ab und an vernimmt der urlaubende Ostsee-Freund lautes Gekreische. Was ist geschehen? Nun, es steht zu vermuten, dass ein paar Besucher des Hansa-Parks in einer riesigen Glocke hin- und herbaumeln oder in einer der fünf Achterbahnen neue private Geschwindigkeitsrekorde aufstellen.

Der Hansa-Park ist Deutschlands einziger Freizeitpark direkt an der Küste – und alleine dies ist schon ein Abenteuer. Denn aus vielen der Fahrattraktionen – egal ob nun die überdimensionale Wasserrutsche „Super Splash“ oder bei der Fahrt mit „Nessie“ (inklusive Looping) – lässt sich ein Blick auf die Ostsee erhaschen. Natürlich nur, wer die Nerven behält und die Augen geöffnet lässt.

Hansa-Park und Hanse-Welt

Schon die Eingangssituation des Parks ist schön – und neu – gestaltet: In mehreren Bauabschnitten werden zahlreiche Hansestädte nachgezeichnet. Der Eingang selbst etwa ist das Lübecker Holstentor (freilich nicht ganz in Originalgröße), doch auch historische Fachwerkhäuser aus Goslar oder Kopenhagen wird der ortskundige Besucher sogleich wiedererkennen.

Der „Erlebnispark“, wie es die Macher selbst schreiben, ist wahrlich etwas für die ganze Familie. Zahlreiche kleinere Fahrgeschäfte, egal ob Wasserbahn, die „kleine“ Achterbahn „Schlange von Midgard“ und zahlreiche Karussels, die sich munter im Kreise drehen: Schon Kleinkinder werden ihre helle Freude haben.


Wer etwas wagemutiger und erwachsener ist, sich aber den kindlichen Erkundungsdrang bewahrt hat, der sollte sich die Fahrt im „Fluch von Novgorod“ nicht entgehen lassen: Die neue Fahrattraktion des Hansa-Park beginnt zunächst rasend schnell: Der Achterbahnfreund wird geradezu auf die Strecke „katapultiert“. Kurz darauf geht es – frische Brise inklusive – gefühlt durch den halben Park (die Wahrnehmung wird natürlich zuweilen ob des Tempos in Mitleidenschaft gezogen), ehe es in einem Turm im Dunkeln steil bergauf geht – und anschließend in freiem Fall senkrecht wieder runter. Anschließend heißt es nicht nur: Bitte aussteigen. Sondern auch: Einmal durchschnaufen!

Wem die Fahrt im „Fluch von Novgorod“ womöglich schon zu viel Nervenkitzel ist (das liebe Alter), der kann sich getrost in die „Crazy Mine“ begeben: Die „Wilde Maus“-Fahrt schüttelt zwar ordentlich durch, ganz so „wüst“ geht es dann aber doch nicht zur Sache.

Der allgegenwärtige Bezug zum Wasser

Absolut „familientauglich“ ist die Fahrt in der Wasser-Bobbahn „Rio Dorado“: In einem großen Reifen geht es gemächlich in die Höhe – eher die lustige Rutschpartie beginnt. Bis auf ein paar Wasserspritzer ist hier nicht mit keiner kalten Dusche zu rechnen. Das Tempo ist moderat – und der Ausblick auf die Küste mal wieder inbegriffen.

Wer hingegen – heißes Wetter vorausgesetzt – eine Abkühlung verträgt, der sollte im „Barracuda Slide“ zu zweit in einem Boot den Wellenritt antreten: Da bleibt – im wahrsten Sinne des Wortes – kein Auge trocken.

Wenn der Parkbesucher zuweilen mal eine Verschnaufpause benötigt, findet er in nahezu allen Themenwelten Shows, ein 4D-Kino und natürlich zahlreiche Möglichkeiten zum „Einkehren“: Hungrig muss der Besucher den Hansa-Park gewiss nicht verlassen. Und die Preise für den Imbiss zwischendurch sind durchaus annehmbar.

Nur eines sei allen Abenteurern geraten: Wer plant, neben dem Hansa-Park am gleichen Tag auch noch den Strand zu besuchen, der hat seine Rechnung ohne die über 100 Attraktionen gemacht.

So beschaulich es in Sierksdorf ansonsten auch zugehen mag.

Der Hansa-Park hat in der Hauptsaison von 9 bis 18 Uhr geöffnet, im Herbst zeitweilig länger. Hinweise zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen finden sich auf der offiziellen Website.

 


 

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