Mozart-Singspiel findet im Norden keine Zuschauer

harald-schmidt-litfasssaeule-sat1-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Harald Schmidt war zuletzt im Jahr seiner „Kreativpause“ auf Tournee, der Autor dieser Zeilen durfte „Dirty Harry“ 2004 in der Kasseler Stadthalle bestaunen, zwei Stunden lang bot Schmidt gute Unterhaltung.

Nach einer dreiviertel Stunde holte Schmidt gar den „einzigen Überlebenden der Harald Schmidt Show“ auf die Bühne, Manuel Andrack.

Mittlerweile gibt es die Harald Schmidt Show in Sat.1 wieder. Doch trotz der seit Januar drei Sendungen ist Schmidt offenbar noch nicht ausgelastet.

Denn für viele Anhänger überraschend: Der TV-Unterhalter geht wieder auf Tour. Im Rahmen des Singspiels „Der Schauspieldirektor“ von Wolfgang Amadeus Mozart (auch so ein großer Entertainer) verkörpert Schmidt die Titelrolle als Sprecher und singt gar bei einem Stück. Begleitet wird der Late-Night-Host vom Orchester Concerto Köln.

Doch aufgrund mangelnden Zuspruchs mussten die ersten beiden Auftritte im Norden abgesagt werden: Lübeck und Kiel steht der Sinn weniger nach klassischer Musik.

Der klassische Schmidt?

Der Veranstalter spricht nun davon, dass der Zuschauer wohl nicht so recht wusste: Betritt da ein Entertainer im hohen Norden die Bühne, oder wird das Spektakel zu gesalzenen Preisen ein Abend der Klassik?

Der Tourneeauftakt findet derweil später statt, und zwar am 21. Januar in Düsseldorf. Über die Qualität des Singspiels lässt sich freilich noch nichts sagen.

Fakt ist nur: Die Harald Schmidt Show im Bällchensender Sat.1 gleicht derzeit einer Wundertüte, mal bietet die Late-Night-Sendung glanzvolle Unterhaltung, mal ist die Show an Langeweile nicht zu überbieten. Doch der Entertainer wird seinen Weg gehen.

Schmidt spielt eben gerne eine kleine Nachtmusik.

1 Kommentar zu "Mozart-Singspiel findet im Norden keine Zuschauer"

  1. Es ist nicht überraschend,dass diese Idee keinen Erfolg- erstens kann Harald Schmidt nicht
    alles und zweitens ist es der Geldgier des Orchesterleiters Herrn Sandhoff zu verdanken,dass er
    sein ehedem seriöses Orchester so in Misskredit bringt. Und dann auch noch Mozart, mein
    lieber Schmarrn-das konnte nichts werden.

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