Hamburg und sein Rockpalast

hard-rock-cafe-logo-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Monatelanges Warten hat für viele Musikfreunde ein Ende: Das Hard Rock Cafe in Hamburg öffnete in dem historischen Passagierterminal direkt an den Landungsbrücken seine Pforten. Bereits vor wenigen Wochen öffnete der Rock Shop mit vielen Reminiszenzen an die Beatles.

Einen Tag nach dem „Opening“ heißt es: Rein ins Getümmel. Das Erdgeschoss mutet fast wie ein Bistro in einer Rock-Spelunke an – und das ist nicht abwertend gemeint: Das Licht ist gedämpft, Rockmusik (nicht zu laut, aber vor allem nicht zu leise) ertönt aus den Boxen.

Entweder mit dem Fahrstuhl (es gibt ja schließlich auch Altrocker) oder per Treppe erreicht der Musik- und Burgerfreund den ersten Stock.

Lauter Schmuckstücke

Auf dem Weg dorthin kommt der Besucher sogleich ins Staunen, was da alles eingerahmt an der Wand hängt: Eine Gitarre von Chuck Berry, ein heller (!) Anzug vom „Man in Black“, Johnny Cash, eine Jacke vom ewigen Beatle (Hamburg, na klar) George Harrison und vom King höchstselbst, Elivs Presley.

Draußen ist es an jenem Besuchstag im Sommer recht schwül, und auch im ersten Stock steht einem der Sinn weniger nach einer warmen Mahlzeit, die Gerüche der Küche sind hier allgegenwärtig. Die Luft ist dünn – die Stimmung jedoch auf allen „Decks“ direkt am Hamburger Hafen ausgelassen.

Hallo, schön, dass ihr da seid

Das oberste Stockwerk wartet mit einem gläsernen Raum und zwei einladenden Dachterrassen mit Panoramablick auf die Elbe auf.

Ein Mahl wird bestellt, doch so einfach ist das nicht: Das Hard Rock Cafe Hamburg hat einen Tag nach seiner Eröffnung noch (beziehungsweise schon) ein akutes Käseproblem: Zunächst wird einem mitgeteilt, dass der S.O.B. Burger leider nicht mit dem auf der Karte angepriesenen „Monterey Jack Käse“ gereicht werden kann.

Und dann stellt sich – gut gesättigt dank eines nicht billigen, aber leckeren Mahls – heraus, dass aus dem vermeintlichen Nachschlag nichts wird: Denn auch der „Original New York-Style Cheesecake“ ist just vergriffen.

Die Höflichkeit der Bediensteten erinnert indes stark an einen Loriot-Sketch: Ungefähr zwanzig Mal wird der Gast gefragt, ob denn auch alles in Ordnung sei. Und persönliche Begrüßungen von vorbeilaufenden Kellnern sind inbegriffen. Es gibt viele Kellner.

Das freut einen, aber im Prinzip möchte man den – natürlich – durchweg rockigen Klängen (von Oasis, Bush bis hinzu Michael Jackson) lauschen und das Ambiente genießen.

Auch, wenn sich die weltweiten Hard Rock Cafes einander ähneln, so hat doch jedes Restaurant andere Originalgitarren an den Wänden hängen.

Und der Blick auf das weitläufige Hafengebiet in Hamburg ist ohnehin einmalig.

Das Hard Rock Cafe Hamburg wird schon bald viele Freunde haben.

3 Kommentare zu "Hamburg und sein Rockpalast"

  1. Ergänzend zu diesem Artikel möchte ich folgendes bemerken:
    Ich ging mit einem Freund am 18.08. dort hin und wir waren nur auf der Dachterrasse.
    Unser erster Eindruck war, das es mehr "Security" gab als Bedienungen, denn man darf sich
    im Gebäude scheinbar nicht "frei" bewegen (laufend wird man gefragt ob man essen oder was trinken will). Daher können wir über die Einrichtung noch nichts sagen. Vom Dach ist die
    Sicht auf den Hafen toll und es gibt dort ein paar sehr bequeme Sitzecken. Aber wenn diese
    alle besetzt sind, muß man auf Holzbänken Platz nehmen (Kissen vorhanden).
    Bis eine Bedienung kam dauerte es ca.10 Min.u.noch mal 25 b.d.beiden Cocktails eintrafen (€20,00). Preisniveau wie zu erwarten gehoben. Gehe in ein paar Wochen noch mal hin!

  2. Ich war am 20.08.2011 dort. Ich hatte auch den Eindruck, dass mehr Personal da war als Gäste. Drei Dinge haben mich aber geärgert:

    1. Es gab keinen Appletini, weil der Apfelschnaps aus war, ebenso war es beim Granberryvodka.
    2. Das Clubsandwich war eine einzige Katastrophe. Vollkommend frei von Geschmack und Würze und der Kommentar des Mitarebeiters war das Beste. Zitat"Wir sind dazu angehalten nicht zu würzen, dafür steht Salz und Pfeffer auf dem Tisch."
    3. Warum muss ich in Hamburg Warsteiner trinken!? Warum sind keine Biersorten aus dem Norden vertreten?

  3. Gerold Fischer | 31. August 2011 um 12:32 | Antworten

    Am 24.08. war ich im neuen HRC. Die Mitarbeiterin, die das Weizenbier brachte, war richtig angenehm. Aber bis es soweit war, war ich schon super sauer. Das Personal am Eingang ist der reinste Umsatzkiller. "Essen oder Trinken".Das kann ich am besten entscheiden, wenn ich mal eine Speisekarte gesehen habe und bis zur Treppe wurde ich 5 mal gefragt "Essen oder Trinken".
    Auf St.Pauli muss man im HRC bei normalem Bier ein Warsteiner trinken. Ja gehts noch.
    Meine Erfahrungen in München oder Oslo sind um einiges angenehmer.

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