Helsinki – Erkundung der weißen Stadt des Nordens

hafen-helsinki-weisse-nacht-2012-andres-lehmannAndres Lehmann

Helsinki ist eine in jeder Hinsicht aufregende Stadt. Auf Gesteinsmasse erbaut, lässt sich der Stadtkern der Hauptstadt Finnlands mit seinen rund 600.000 Einwohnern bequem in mehreren Tagen erlaufen. Weite U-Bahn-Fahrten? Nicht nötig. Die „Kompaktheit“ macht den Reiz der Metropole aus, die historisch bewegte Zeiten hinter sich hat.

Und so finden sich viele schwedische aber auch russische Spuren in Helsinki. Wer weitere Eindrücke nicht scheut, der schippert für einen Tagesausflug nach Tallin: Die estnische Hauptstadt ist mit Fähre oder mit dem Katamaran in wenigen Stunden zu erreichen.


Imposant ist das Hafenszenario in Helsinki: Wo, wenn nicht am Wasser, sollte ein Rathaus erbaut sein? Der Marktplatz und sein Marktspektakel sind beliebt – aber beileibe nicht hektisch. Die Finnen sind ohnehin ein sehr nettes und hilfsbereites Volk. Wohin des Weges? Der Busfahrer nimmt sich Zeit – und ein „Murren“ unter den wartenden Passagieren ist nicht auszumachen.

Ein markantes Merkmal ist der Dom: Von fast jedem Winkel der Innenstadt aus ist der weiße Prachtbau zu erspähen – der den Beinamen Helsinkis ob der langen Tage im Sommer noch unterstützt: Weiße Stadt des Nordens.

Jugendstilbauten finden sich etwa im Stadtteil Katajanokka. Hier lässt sich zudem in einem alten Gefängnis nächtigen: Ein Abenteuer – so lange der Städtereisende nach der geplanten Verweildauer auch wieder aus dem alten Gemäuer „herausfindet“.

„Give me five!“

Unbedingt empfehlenswert ist die preislich erschwingliche Fährfahrt zur Festungsinsel Suomenlinna, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Alle fünf Inseln sind miteinander verbunden – haben jedoch jeweils ihren eigenen Charme. Wobei sich empfiehlt, die Touristenrouten ein wenig zu verlassen – manch ruhiger Ort lässt sich so ausmachen. Aber Achtung: Die Möwen riechen ein Pausenbrot aus hundert Metern Entfernung.

Wer sich eine perfekte Übersicht über die Stadt verschaffen möchte, der sollte die Stufen des Olympiaturms erklimmen – oder lieber gleich für den Lift löhnen: Der Ausblick ist großartig. Alleine die Sicht auf das historische Olympiastadion des Jahres 1952 aus der Vogelperspektive und den Ostsee-Meerbusen vor Helsinki lohnen das windige Vergnügen in fast 80 Metern Höhe.

Wer im Juni gen Helsinki reist, der darf sich – gutes Wetter vorausgesetzt – zudem auf wunderbare Farbenspiele freuen, denn so richtig an schlafen ist für die Sonne zu dieser Jahreszeit nicht zu denken. Und auch der Tourist wird liebendgern viel Zeit dafür aufwenden, um die teils urigen Gassen, kleinen Parks und die verschiedenen Architekturen zu erkunden: Ein aufregender Urlaub – nicht nur dank der frischen Meeresbrise wunderbar entspannend.

Hinweise für Helsinki-Reisende

Währung in Finnland: Euro

Ausblick: Vom Olympiaturm

Speisen: Imbisse und zahlreiche Restaurants im Umkreis des Doms

Anreise: Lufthansa-Linienflug

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