„Zurückbleiben bitte“ entfällt

s-bahn-einfahrt-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Die Hochbahn und ihr Frontmann Günter Elste haben ihr Vorhaben, ab 2014 die Haltezeiten der U-Bahnen in Hamburg zu verkürzen, untermauert.

Ein neues Abfertigungsverfahren soll laut NDR pro Jahr zwischen fünf und sieben Millionen Kilowattstunden einsparen.

Während mittlerweile selbst Smartphones anfangen, mit ihren Nutzern zu sprechen, Siri auf dem iPhone 4S von Apple lässt grüßen, gibt sich die Hochbahn fortan recht wortkarg: Die Fahrgastansage „Zurückbleiben, bitte“ soll demnach entfallen.

Wie in anderen Großstädten üblich, soll es dann nur noch einen Warnton geben.

Wortlos am Bahnsteig

Alles wird effizienter: Beschleunigung, Abbremsen und Höchstgeschwindigkeit sollen aus „Energiesicht“ besser kombiniert werden. Und das im Jahr nach der Umwelthauptstadt.

Nachdem der letzte Fahrgast in die U-Bahn eingestiegen ist, soll die Zeit bis zur Abfahrt dann optimalerweise nur noch 7,5 statt elf Sekunden betragen.

Und das Projekt hat natürlich auch einen Namen: „Flexible Abschaltgeschwindigkeit“.

Energie!

1 Kommentar zu "„Zurückbleiben bitte“ entfällt"

  1. Was viel schlimmer ist, ist die akkustische Vergewaltigung der Fahrgäste !!
    Ich fahre jeden Tag mit der U-Bahn (U2 und U1) 1 Stunde zur Arbeit und 1 Stunde wieder zurück. Pro Tour habe ich 26 Haltestellen zu überstehen. Bei durchschnittlich genannten 25 Piepen, macht das eine Anzahl von 650 Piepsen pro Fahrt. Also eine tägliche Ohren-Lärmbelästigung von 1300 Piepsen.
    (Hin- u. Rückweg,die Dezibel-Belastung müßte zusätzlich Ermittelt werden)

    Da ich in einem Handwerksbetrieb einer Einkaufspassage arbeite, in dem beinhaltete Verköstigungsbetriebe Mittagstisch und andere Speisen anbieten, deren Fertigstellung durch weiteres Piepsen den jeweiligen Betreibern der Lokalitäten mitgeteilt werden, die durch die Passage hallen, habe ich auch dieses Gepiepse während meiner Arbeitszeit zu ertragen.
    Somit bin ich nunmehr während meines gesamten Arbeitstages den ohrenbetäubenden Piep-Frequenzen ausgesetzt und das vom Einstieg in die U-Bahn um 7.45h bis zur Ausstieg nach Feierabend um ca. 19.15h.

    Eine zeitliche Summen-Piepsbelastung von 11,5 Stunden.

    Es bleibt zu überlegen wieder auf das Auto umzusteigen oder ggf. mit Gehörschutz die U-Bahn zu benutzen um somit die Ohren zu entlasten. In meinem Falle um ganze zwei Stunden. Vielleicht sollte ich darüber nachdenken, meine zukünftigen Ohrenarztrechnungen bei den genannten Verursachern einzureichen. Denn meine BerufsGenossenschaft wird sich sicher weigern entsprechende Schutz- und Heilmaßnahmen zu übernehmen und zu begleichen.

    Der Lacher ist die Aussage „Nach dem letzten Fahrgast…“ Tja und da ist der unkalkulierbare Faktor. Auf der Linie U2 sinds viele und um die Zeit zur nächsten Halltestelle einzuhalten werden höhere Geschwindigkeiten gefahren und hier macht die Zeitersparnis keine große Einsparung. Ob der Zug nun mit 61km /Std fährt oder mit 60km/Std… Ja ,dass bringt sicher die Einsparung in Kürze die Fahrpreise wieder zu erhöhen… ha ha…

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