„House of Cards“: Dritte Staffel im Review – Präsident Francis Underwood

house-of-cards-netflix-media-rights-capitalNetflix/ Media Rights Capital

In Deutschland wird die dritte Staffel von „House of Cards“ seit Ende Februar von Sky gestreamt, Netflix-Kunden harren hierzulande aufgrund des Sky-Rechteerwerbs noch einige Monate lang der Dinge. Abrufbar ist bei Sky Go derweil bis dato „nur“ die Originalfassung der US-Serie. Doch wer sein Schulenglisch „rüberretten“ konnte, wird seine helle Freude haben.

Der Autor dieser Zeilen hat in vier Etappen alle 13 neuen Folgen der „3. Season“ von „House of Cards“ gesehen – und geht im Folgenden auf die Geschehnisse ein. Wer nicht wissen möchte, was in der dritten Staffel passiert, sollte an dieser Stelle bitte nicht weiterlesen: SPOILER-ALARM!

Francis Underwood (Kevin Spacey) und seine Gattin Claire (Robin Wright) haben es geschafft: Gemeinsam sind sie in das Weiße Haus eingezogen. Doch bevor gezeigt wird, wie der harte Alltag Francis und Claire in Beschlag nimmt, kommt es zu „dem“ Aha-Effekt der dritten Staffel: Doug Stamper (Michael Kelly) hat überlebt.


Als die rechte Hand von Franics Ende der zweite Staffel von Rachel (Rachel Brosnahan) niedergeschlagen wurde, sah es so aus, als ob Doug das Zeitliche gesegnet hätte. Doch nach bester „Dallas“-Manier ist er wieder da, wird nimmermüde Rachel suchen und sich am Ende der Staffel brutal rächen. Seine Loyalität zu Francis lebt nach einer Achterbahnfahrt neu auf.

Francis derweil hat viel Gegenwind, sein Jobprogramm „America Works“ muss er aufgrund eines Hurrikans im wahrsten Sinne des Wortes abblasen. Zunächst erklärt er, nicht für die kommenden Präsidentschaftswahlen zu kandidieren: Eine Finte. Erst einmal in die Enge getrieben, erklärt er, sich doch dem demokratischen Vorentscheid zu stellen. Die Freunde in der eigenen Partie jedoch lassen sich an einer Hand abzählen.

Rauer Wind im Weißen Haus

In der dritten Staffel gibt es erneut viele „folgenübergreifende“ Handlungsstränge, die – bei aller Fiktion – nicht überzeichnet wirken. Da wäre zum einen die Fehde mit dem russischen Präsidenten, oder zum anderen die andauernden Gespräche mit einem mysteriösen Buchautoren. Da Claire ihren gerade liebgewonnenen Posten als UN-Botschafterin wieder abgeben muss, bekommt Franis auch in den eigenen vier (weißen) Wänden immer mehr Gegenwind. Folge für Folge kommen zudem weitere Verstrickungen hinzu.

Während die erste Staffel noch sehr nah am englischen Original ist, hat sich die Serie nun endgültig emanzipiert. Mag die zweite Season nicht ganz mit der furiosen ersten Staffel mithalten können, so zeigt die dritte Staffel, das gerade das Weiße Haus ein wahres „House of Cards“ ist.

Die Serie lässt einen nicht los, die Dialoge sind packend. Und bis in die kleinste Nebenrolle ist „House of Cards“ sehr gut besetzt. Das Intrigenspiel geht also weiter – und dank des offenen Endes, Claire verlässt ihren Mann, ist eine vierte Staffel unumgänglich. Hoffentlich.

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