HSV nach Bayern-Debakel: Van der Vaart und Co. grillen mit den Fans

rafael-van-der-vaart-nahaufnahme-hsv-2012-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Der HSV spielt wahrlich eine verrückte Bundesliga-Saison: Zunächst der holprige Start in die Spielzeit 2012/13. Dann die Verpflichtung von Rafael van der Vaart – eine wahre Initialzündung. Es folgen viele Siege – und auf einmal sind die internationalen Plätze in Reichweite. Bei der 125 Jahr-Feier dann schon so etwas wie Euphorie – der Dino der Bundesliga scheint den Kopf wieder oben zu tragen.

Doch im Verein wird beschwichtigt – Boss Carl-Edgar Jarchow, Manager Frank Arnesen und Co. mahnen: Der HSV sei noch nicht reif für Europa. Und so schafft es die von Thorsten Fink trainierte Mannschaft immer dann hinzufallen, wenn durch einen Sieg tatsächlich auf Rang fünf oder sechs hätte vorgerückt werden können.

So geschehen am Samstag beim Abendspiel: Der HSV ging in München gegen die Bayern mal eben mit 2:9 unter. Sky-Kommentator Marcel Reif schien streckenweise fassungslos: „Sieh an, Rafael van der Vaart bei einer Ecke des Gegners am eigenen Strafraum.“ Wohlgemerkt nach 40 Minuten, nach dem zuvor beim Zwischenstand von 4:0 bereits zwei Tore durch Ecken gefallen sind.


Doch nicht nur die Gegentore der quasi zweiten Bayern-Garde, auch die Art und Weise der Entstehung war erschreckend: Die Rothosen spielten in der Allianz Arena Fußball wie Basketball: Bloß nicht den Gegner berühren. (Oder haben wir am Profi-Basketball-Regelwerk etwas missgedeutet?)

Aussprache bei Gränken und Bratwurst

Nun ist es müßig zu betonen, dass Hamburgs Schlussman René Adler der einzige war, der sich gegen die Niederlage stemmte. Doch neun Buden einzufangen – das dürfte auch Nationaltrainer Jogi Löw nicht gerade erfreut haben. Doch Adler verhinderte – und das ist eine weitere bittere Randnotiz – durch seine Paraden ein zweistelliges Ergebnis.

Der aus Bremen zurückgekehrte Claudio Pizarro, seit Saisonbeginn bei den Bayern Bankdrücker, durfte sich so denn nach Herzenslust im gegnerischen Strafraum austoben und gleich vier Buden machen: So sieht Altherrenfußball aus.

Thorsten Fink wird sich so denn etwas überlegen müssen. Kurzfristig gibt es bereits Reaktionen: Das Ostereier-Suchen wurde am Sonntag vertagt – der trainingsfreie Tag gestrichen.

Und am Sonntag, nach dem nächsten Heimspiel gegen die Fortuna aus Düsseldorf, lädt die HSV-Mannschaft alle Anhänger nach dem Spiel in der Imtech Arena „zum gemeinsamen Grillen ein“. So wird es auf hsv.de verkündet.

Es geht somit hitzig zu: Auf dem Grill.


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