HSV: Rafael van der Vaart bringt Schwung, Milan Jiracek fliegt

rafael-van-der-vaart-thorsten-fink-trainingsplatz-hsv-2012-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Es wäre ja auch zu schön gewesen: Rafael van der Vaart kehrt zurück zum HSV und gleich bei seinem ersten Einsatz für die Rothosen erzielt er – natürlich – den entscheidenden Treffer. Doch ganz so kam es dann am 3. Spieltag der Fußballbundesliga bei der Frankfurter Eintracht doch nicht.

Zwar zeigte der Niederländer Rafael van der Vaart Einsatz und glänzte in einigen Szenen bereits wie bei seiner ersten „Verweildauer“ von 2005 bis 2008 in Hamburg, doch die Niederlage konnte auch er nicht abwenden. Dennoch: Ein parierter Freistoß in der 15. Minute, die genaue Torvorlage in Minute 45. – eine Ecke, aus der der Treffer durch Heiko Westermann hervorging – und van der Vaarts Spielübersicht bei der blitzschnellen Vorlage auf Heung-Min Son, der den „finalen“ Anschlusstreffer erzielte, lassen hoffen.


Doch am Ende stand – trotz leidenschaftlichen Einsatzes von Thorsten Finks Mannen in der zweiten Hälfe – eine 2:3-Niederlage. Neben dem guten Debüt durch Rafael van der Vaart bleibt die Erkenntnis, dass so langsam eine Mannschaft zusammenwächst. Das wird aber auch Zeit, wie ein Blick auf die aktuelle Bundesligatabelle verdeutlicht.

Jiracek sah Rot – zurecht?

Die weiteren Zukäufe kurz vor Ende der Transferperiode sorgten derweil für unterschiedliche Schlagzeilen: Während der zuletzt angeschlagene Milan Badelj in der Partie gegen den spielstarken Aufsteiger unauffällig agierte, stieg Milan Jiracek nach zuvor dargebotener couragierter Leistung an der Strafraumgrenze am Ende der ersten Hälfte unnötig hart ein.

Das Foul von Jiracek zog eine nicht unberechtigte Rote Karte nach sich, wenngleich es gewiss schon Schiedsrichter gab, die hier eine „dunkelgelbe“ Karte gegeben hätten. Der Tscheche war in just jener Szene übermotiviert, ist zuvor aber mit keinen Foulspielen auffällig geworden.

Im kommenden Spiel gegen Borussia Dortmund muss ein kleines Wunder her. Mit Rafael van der Vaart sind solche aber wieder möglich. Vielleicht hat Trainer Thorsten Fink diese Erkenntnis auch gewonnen – hoch oben auf der Tribüne, auf die er Anfang der zweiten Hälfte verbannt wurde.

✎ HSV: Rafael van der Vaart und die Angst vor roten Zahlen

Über höhere Ziele wird im Volkspark wohl erst einmal nicht mehr gesprochen – es geht zunächst schlicht darum, Punkte zu sammeln. Aber womöglich darf im Verlaufe der Spielzeit ja doch noch geträumt werden…

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