Ex-Chef Hoffmann droht Ungemach

hsv-flagge-stadion-hamburg-andres-lehmannHSV | © Andres Lehmann / ukonio.de

Hamburg. Der Abgang von Bernd Hoffmann als Vorstandschef des Hamburger SV war nicht überraschend. Monatelang gab es gelinde gesagt „Auseinandersetzungen“ mit dem Aufsichtsrat. Und auch die Fans waren irritiert ob teils dubioser Geschäftsgebaren.

Und so verabschiedeten sich Hoffmann und seine Stellvertreterin Katja Kraus aus dem Volkspark.

Nun liegt ein Sondergutachten einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auf dem Tisch. In Auftrag gegeben wurde es vom neuen HSV-Chef Carl-Edgar Jarchow.

Hat jemand den Vertrag gesehen?

Hoffmann beteuert zwar in der Süddeutschen Zeitung, mit jeder Entscheidung im Interesse des Vereins gehandelt zu haben. Doch die Liste der Anschuldigung ist nicht gerade kurz.

So soll der Chefscout des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Urs Siegenthaler, den Hoffmann als Sportchef verpflichten wollte, mehrere hunderttausend Euro erhalten haben, obwohl er nie einen Vertrag unterschrieben habe.

Siegenthaler dementiert den Erhalt von Talern nicht und behauptet in der SZ, er habe sehr wohl einen schriftlichen Vertrag beim HSV gehabt: Zwischen dem 1. Januar und 31. Juli wurde jeder Cent ordnungsgemäß abgerechnet, so der Schweizer.

Und von dem Geld wurden schließlich auch frühere Mitarbeiter von Siegenthaler bezahlt, die noch immer beim HSV tätig seien.

Ach so, blöd nur: Der Vertrag mit Siegenthaler ist derzeit unauffindbar. Wirklich überall nachgeschaut? Auch im alten Schreibtisch von Hoffmann?

Des weiteren soll ein Honorar in Höhe von 89.000 Euro an eine PR-Agentur gezahlt worden sein. Auch hier sind die Vorgänge nicht ganz ersichtlich.

Es ist eben immer die gleiche Leier: Belege und Verträge bitte ordnungsgemäß in blauen Ordnern mit Raute abheften.

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