Gelbe Karte für die Ticketpreise bei Heimspielen?

hsv-city-store-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Die Ticketpreise in der 1. Fußball-Bundesliga sind gesalzen. Zwar kosten in anderen Ligen, etwa in England, die Einlasskarten noch mehr Geld, aber auch hierzulande steigen die Preise munter weiter.

Auch in der Imtech Arena sind die Preise „spitzenmäßig“, wobei in dieser Hinrunde sicherlich noch kein Zauberfußball im Volkspark zelebriert wurde, auch wenn die Trendwende mit dem neuen Trainer Thorsten Fink eingeleitet wurde.

Die Zuschauerzahlen jedenfalls gingen im Schnitt um 2.500 pro Spiel im Vergleich zur Vorsaison zurück.

Der Vorsitzende der Supporters, Ralf Bednarek, äußerte sich im Hamburger Abendblatt zur Situation. Insgesamt zählt der „Supporters Club“ als HSV-Organisation 63.000 Mitglieder. Und da möchte man natürlich ein Wörtchen mitreden.

Wer soll das bezahlen?

Bednarek führt verschiedene Punkte an, die zum Besucherrückgang in dieser Saison geführt haben:

– Anhäufung „nicht so attraktiver“ Gegner
– Sport-Herbst in Hamburg mit vielen Veranstaltungen
– Events wie das Spiel gegen Armut mit Zidane am 13. Dezember
– Viele Sonntagsspiele

Doch ein Grund dürften auch die hohen Ticketpreise sein. Im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund mussten für einen Sitzplatz zwischen 36 und 84 Euro gelöhnt werden. Das spitzenmäßige Spitzenspiel gegen den FC Bayern München veranschlagt noch einmal zehn Euro mehr.

Ralf Bednarek mahnt: Die Preise müssten sozialverträglich bleiben und vor allem „auch für Jugendliche bezahlbar“.

Ansonsten sitzen irgendwann im Volksparkstadion nur noch „Eventbesucher“.

Ole!

2 Kommentare zu "Gelbe Karte für die Ticketpreise bei Heimspielen?"

  1. Wie U. Hoeneß bereits sagte: Über die VIP und Business Seats solten die Preise der anderen "normal verdienenden" erwirtschaftet werden. Es sind doch alle Logen etc. vermietet. Dann kann dort doch an der Schraube nach oben gedreht werden. Denn die Stimmung kommt weiß Gott nicht von denen. Da ist das Aufstehen für den HSV ja schon zu viel!
    Wie ich mir als Student mehr als 1 Spiel im Monat für ca. 35 € leisten soll, ist mir schleierhaft.
    Aber wenn es so weitergeht, wird der eigentlich Fan verdrängt und es entsteht eine "Eventkultur". Die will wohl wirklich keiner haben!

  2. Das gleiche Problem habe ich auch!
    Noch vor 5 Jahren hatte ich keine Zahnschmerzen mir 10 Spiele (inkl, UEFA Cup)
    anzusehen.
    Mittlerweile kommen mir die Tränen bei 22 € für ein mieses Freundschaftsspiel gegen Glasgow.
    Ganz zu schweigen von 50 € für einen zugigen Platz unter dem Stadiondach ohne sicht auf die gegenüberliegende Anzeigentafel, weil diese durch dei eigentliche Tafel verdeckt ist.

    Der sogenannte Komerz ist mit dem Weggang von Herrn Hoffmann also doch nicht gegangen.
    Also. Wo sind denn nun die tollen "Retter der HSV Kultur" Herren Hunke und Ertel.

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