Unglückliches HSV-Remis: Rafael van der Vaart zaubert wieder

rafael-van-der-vaart-nahaufnahme-hsv-2012-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Rafael van der Vaart hat bei der wahrlich spannenden Bundesliga-Partie auf dem Platz gegen Gladbach alle Höhen und Tiefen des Fußballs durchlebt: Zunächst netzte der Niederländer mit einem Weltklasse-Tor aus halblinker Position ein – später jedoch prallte sein Elfmeter (der nicht berechtigt war und eine Rote Karte für Martin Stranzl nach sich zog) nur gegen den Pfosten.

Ein 1:3 wäre womöglich die Vorentscheidung gewesen – doch am Ende schaffte die Borussia den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich: Alvaro Dominguez köpfte freistehend ein – einmal mehr stimmte im Strafraum die Zuordnung nicht.

Dennoch: Der Aufwärtstrend der Rothosen ist klar erkennbar – Trainer Thorsten Fink und seine Mannen werden aus dem sensationellen Sieg gegen Dortmund und dem immerhin auswärts erspielten Unentschieden gegen den Vierten der letzten Bundesliga-Saison Mut schöpfen. Nicht nur die Verpflichtung von Rafael van der Vaart steht alleine für den sichtbaren Leistungsschub beim Dino – auch Ehrgeiz und Laufwege haben sich besser „eingespielt“. Zudem hinterließ die Defensive einen besseren Eindruck als zuletzt.

Der Sieg wäre „drin gewesen“

Womöglich fehlte dem HSV schlicht das Quäntchen Glück aus der Heimpartie gegen Dortmund. Der „erste“ Ausgleich durch Martin Stranzl (späterer „Rotsünder“) war unnötig. Der zwischenzeitliche Führungstreffer war sogleich das erste Bundesliga-Tor von Artem Rudnevs. Jedoch hatte der Lette nach Pass von van der Vaart auch noch das 1:3 auf dem Schlappen, vertändelte aber leichtfertig.


In der Jubiläumswoche – der Dino feiert sein 125-jähriges Bestehen – geht es demnach weiter aufwärts. Vom internationalen Wettbewerb spricht in der Hansestadt wohl kaum jemand – doch stabilisiert sich der Hamburger Sportverein weiter, dürfte an Elbe und Alster schon bald kein Abstiegsgespenst mehr sein Unwesen treiben.

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Am kommenden Samstag trifft der HSV zu Hause auf den anderen HSV aus Hannover. Im Zuge der Festlichkeiten am Abend werden die 96er bestimmt keine Spielverderber sein, oder?

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