HSV, Rafael van der Vaart und das Spiel mit der Zeit

hsv-city-store-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Noch ist es nicht Freitag. Und der der kleine und der große Zeiger zeigen auch auch noch nicht auf die 18. Denn am Freitag um 18 Uhr ist Schluss – ab dann könnte der HSV seinen „Lieblingsspieler“ Rafael van der Vaart für die Hinrunde der neuen Bundesliga-Saison nicht mehr verpflichten.

Doch ganz offenbar gibt es sehr viele Willige im Transferpoker um Rafael van der Vaart: HSV-Manager Frank Arnesen möchte den Niederländer genau so verpflichten wie Trainer Thorsten Fink, der bereits von einem neuen Mittelfeld träumen darf. Auch HSV-Boss Carl-Edgar Jarchow steht wohl hinter dem Transfer, wenngleich er im Intervierw mit dem Hamburger Anbendblatt auf die Euphorie-Bremse tritt – womöglich um den Preis für den 29-jährigen Niederländer zu drücken?

Das Entscheidende: Auch Rafael van der Vaart will zurück nach Hamburg. An Elbe und Alster hatte der 100-malige niederländische Nationalspieler schon vier Jahre, von 2005 bis 2008, erfolgreich gekickt. Und sein aktueller Verein in der Premier League, Tottenham Hotspurs, zeigte sich ebenfalls willig, den Spielmacher abzugeben. Nur: Zu welchem Preis?


Laut Welt hat sich Rafael van der Vaart nach dem gestrigen Training mit Spurs-Präsident Daniel Levy zusammengesetzt, nach dem ihm André Villas-Boas unlängst erklärt hatte, dass er im Grunde genommen nicht mehr zur ersten Elf zähle. In diesem halbstündigen Gespräch soll sich van der Vaart mit aller Vehemenz für einen Wechsel gen Hansestadt eingesetzt haben. Doch noch immer fordern die Spurs 18 Millionen Euro. Da die Engländer aktuell selbst in Shopping-Laune sind, unter anderem kam Moussa Dembele für – genau – 18 Millionen Euro, wollen sie im Falle von Rafael van der Vaart das Maximum rausschlagen. Blöd nur, dass sie mit dem HSV einen Verhandlungspartner haben, der aktuell nicht in Geld schwimmt. Ohne die milde Gabe von Investor und Milliardär Klaus-Michael Kühne, dem es einen Herzensangelegenheit ist, seinen Lieblingsspieler zurückzuholen, wäre der Transfer ohnehin keine Option.

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Nun also ist im Grunde genommen alles geklärt: Für drei Jahre soll Rafael van der Vaart kommen und im Volkspark jenen Zauber entfachen, der die Hamburger rausholt aus dem Tabellenkeller. Doch das nachgebesserte Angebot der Hamburger besagt: 12 Millionen Euro können wir euch geben. Und nicht mehr.

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Kann der HSV womöglich noch die „goldene Mitte“ stemmen – also 15 Millionen Euro? Bis Freitag, um 18 Uhr, sollte sich die Vereinsführung und der Aufsichtsrat, der dem Transfer final zustimmen müsste, einig sein…


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