HSV und Rafael van der Vaart: Stolperstein Ablösesumme?

sport-arena-hsv-comic-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Eines muss man dem HSV lassen: Der aktuelle Transferpoker um Rafael van der Vaart ist an Wendungen kaum mehr zu überbieten. Im Juli forderte Investor, Milliardär und HSV-Fan Klaus-Michael Kühne in einer Telefonpressekonferenz, der auch ukonio.de „beiwohnte“, ein: Holt Rafael van der Vaart zurück nach Hamburg!

Doch der HSV, allen voran Boss Carl-Edgar Jarchow, schien sich nicht reinreden lassen zu wollen in die Transferpolitik eines Bundesligavereins. Manager Frank Arnesen und Trainer Thorsten Fink machten sich zwar für eine Rockholaktion des niederländischen Nationalspielers Rafael van der Vaart stark, doch der Transfer des 29-Jährigen schien bereits vom Tisch, in der HSV-Kasse herrscht Ebbe.


Dann, vor wenigen Tagen, wurde bekannt: Der HSV verhandelt offenbar noch immer mit den Tottenham Hotspurs, dem aktuellen Verein des Niederländers, der von 2005 bis 2008 schon einmal im Hamburger Volkspark wirbelte und trotz einiger „spanischer Trikotscharmützel“ stets die richtige Einstellung zum Spiel zeigte: Ein Zauberer mit Kämpferqualitäten. Und just so einen Spieler, einen Regisseur, suchen die Hamburger noch immer.

Ablösesumme und das „Treffen“ in der Mitte?

Laut Welt scheinen sich die Hamburger soweit mit Rafael van der Vaart und seinem Beraterstab einig zu sein. Doch ein Stolperstein könnte die Ablösesumme darstellen: Spurs-Boss Daniel Levy fordert aktuell 18 Millionen Euro für van der Vaart. Als Levy den Niederländer vor zwei Jahren aus Madrid in die Premier League „lotste“, zahlte er 10 Millionen für den Regisseur – hier möchte offenbar jemand Kasse machen.

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Daher zeichnet sich ein Drama ab: Zockt Levy bewusst hoch, um womöglich 15 Millionen „rausschlagen“ zu können? Oder spielt er nur ein Spiel, um gegen die Langeweile anzukämpfen? Auch wenn Klaus-Michael Kühne etwa seinen Anteil der Millionen aus dem Verkauf von Paolo Guerrero in die Transfersumme von van der Vaart „steckt“, bleibt fraglich, ob der HSV im Stande wäre, deutlich mehr als zehn Millionen Euro nach England zu überweisen.

Zudem hat Tottenham mit Luka Modric, der wiederum zu Real Madrid wechselt und dort Mesut Özil das Leben nicht einfacher machen wird, jüngst einen Mann im Mittelfeld abgegeben. Sollte kein adäquater Ersatz gefunden werden, könnte dies bedeuten, dass ein Rafael van der Vaart auf der Insel doch nicht entbehrlich ist.

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Am 31. August endet die Transferperiode. Es steht zu vermuten, dass Frank Arnesen, Daniel Levy und so manch anderer noch einige Telefonate bis Freitag führen werden.

Das wird vielen HSV-Fans alles recht sein. So lange der „verlorene Sohn der Stadt“ am Ende doch noch heimkehrt: Rafael van der Vaart.

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