HTC One S: Aktueller Smartphone Preis-Leistungssieger?

htc-one-s-2013-andres-lehmannAndres Lehmann

Das HTC One S ist bereits seit Monaten auf dem Markt, doch aktuell ist das Smartphone vom taiwanesischen IT-Giganten vieler Orts für einen flotten Preis zu ergattern: Die „magische Marke“ von 300 wurde unterboten. Und das für ein High-End-Gerät. Zum Release mussten fast 500 Euro „berappt“ werden. Doch in der 300-Euro-Preisklasse spielt aktuell höchstens das Nexus 4 mit – so denn das Google-Smartphone denn zu bekommen und nicht vergriffen ist.

Was also leistet das HTC One S? Zunächst einmal liegt das Smartphone sehr gut in der Hand – ein wahres Fliegengewicht. Das Unibody-Aluminium-Gehäuse ist wertiger als ein Plastikgehäuse, wenngleich es durchaus Nutzer gibt, die sich im Netz über Mängel beschweren. Aluminium wird auch bei der Fertigung des iPhone 5 verwendet – hier gab es zuweilen ebenfalls Probleme mit Kratzern. Nach einigen Tagen Gebrauch sind uns beim One S jedoch noch keine Kratzer aufgefallen. Das Smartphone ist darüber hinaus sehr flach – in Sachen Design gibt es nichts zu bemängeln.


Die 8-Megapixel-Kamera ist auf der Rückseite im oberen Viertel mittig angeordnet – bei der schwarzen Version ist die Linse rot umrandet – und hinterlässt so einen edlen Eindruck. Die Front wird durch das 4,3-Zoll-Display – eine schöne Größe für Nutzer, denen etwa das HTC One X, Galaxy S3 oder das Nexus überdimensioniert erscheint – gut ausgefüllt. Wie üblich sind unterhalb des Display die drei HTC-Buttons angeordnet: Zurück, Startbildschirm und die Übersicht der zuletzt genutzten Anwendungen.

Das Super-AMOLED-Display ist gestochen scharf und mit einer Auflösung von 540 x 960 Pixeln absolut auf der Sonnenseite. Android 4.0.4 – Android 4.1 Jelly Bean soll noch im Verlaufe des Januars ausgerollt werden – läuft sehr flüssig, und Sense, die Benutzeroberfläche von HTC, „hübscht“ das mobile Betriebssystem von Google zuweilen gar auf.

Bleibt kein Wunsch offen?

Das Surfen im WLAN-Netz ist mit dem HTC One S die wahre Wonne – Websites werden sehr zügig geladen, ein leichtes Ruckeln beim Scrollen kommt bei Vergleichsgeräten, etwa dem Samsung Galaxy Nexus, ebenfalls vor und ist zu verschmerzen. Texte sind sehr gut zu lesen, und die Farbbrillanz ist ebenfalls sehr löblich. Dank Dual-Core-Prozessor laufen auch aktuelle Spiele flüssig auf dem Device.

Die Soundqualität ist gut, wer sich spezielle Kopfhörer hinzukauft, kommt in den Genuss von Beatsaudio. Die „Schnappschussqualität“ der 8-Megapixel-Kamera ist ebenfalls, zumindest im Vergleich zu anderen Smartphones, nicht zu kritisieren. Und die Videos werden in HD mit 1.080 p aufgenommen – aktuelle „Flaggschiff“-Norm. Die Akkuleistung jedoch ist nur durchschnittlich und die 16 GB interner Speicher können nicht erweitert werden – im Gegensatz zum One X wurde auf einen microSD-Slot verzichtet. Doch dank Streaming-Diensten und Clouds ist dies zu verschmerzen: Mit 16 GB lässt es sich recht gut leben.

Fazit: Das HTC One S macht einen wertigen, kompakten Eindruck, das Display ist gestochen scharf, das Surfen bereitet viel Freude und mit einem Preis von rund 300 Euro kann ein noch immer aktuelles High-End-Gerät im schmucken Design erworben werden: Ein wahrer Allrounder der Spitzenklasse.

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5 Kommentare zu "HTC One S: Aktueller Smartphone Preis-Leistungssieger?"

  1. Thomas Weisenberger | 8. Januar 2013 um 00:23 | Antworten

    Guten Tag, dem Bezug genommenen Artikel möchte ich ganz energisch widersprechen: NEIN, ein fehlender SD-Karten-Slot, durch den man teuere und in der Sicherheit zweifelhafte Clouddienste nutzen muss, sind *kein* „Kavaliersdelikt“, ebenso wenig wie ein fest verbauter Akku, der das Gerät von vorn herein in absehbarer Zeit zum für den Käufer sehr teuren Elektronik-Schrott prädestiniert. (letzterer Aspekt wurde in dem Artikel nicht einmal erwähnt, obwohl er äußerst wichtig ist). Unter diesen Gesichtspunkten ist das Gerät keine besondere Offerte, auch wenn es etwas billiger abgegeben wird, sondern tendiert eher in Richtung „geschenkt ist noch zu teuer“… zumindest wenn das „Geschenk“ noch immer mehrere Hundert Euro teuer ist. Fazit: KEIN Schnäppchen.

    • Andres Lehmann | 8. Januar 2013 um 18:02 | Antworten

      Besten Dank für den Kommentar. Deine angesprochenen Punkte sind gewiss strittig – jedoch sind die Akkus in den Smartphones vermutlich nicht dazu ausgelegt, dass sie nach einigen Monaten schlapp machen. Und: Es gibt ja auch noch die Garantiezeit. Gut möglich, dass nach vier, fünf Jahren die Lichter langsam ausgehen. Aber dann steht womöglich die Anschaffung eines neuen Gerätes ins Haus, oder? Keine Frage: Es ist immer besser, wenn die Akku getauscht werden kann. Aber es gibt wichtigere Kaufargmuente. Und wir vertreten ganz klar die Meinung: 16 GB sind „ordentlich“ – Clouddienste sind zudem aus unserer Sicht nicht überteuert, jedoch haben auch wir hier Bedenken. Ein jeder hat die Qual der Wahl.

    • Ich nutze das One S seit über einem Jahr und muss deinem Kommentar komplett widersprechen.

      16GB sind für die meisten Nutzer vollkommen ausreichend. Man muss sich nur anschauen, wie viele 16GB Iphones Apple verkauft, wie schnell das Nexus4 mit festem Speicher vergriffen ist.

      Der Speicher reicht für Apps (inkl. Spielen), Musik und sogar dem ein oder anderen Film. Wer natürlich alles auf einmal in großer Zahl speichern will, der liegt mit diesem Gerät schlicht falsch. Das sind in meinen Augen aber eher die Ausnahmefälle.

      Beim Akku kann ich mich ebenfalls nicht beklagen. Hält rund einen Tag bei intensiver Nutzung, wie die meisten anderen Geräte ebenfalls.

      Bin sehr zufrieden mit dem Gerät – abgesehen von Lackschäden, die bei der ersten Modellreihe ziemlich normal waren.

  2. Bei fest verbauten akkus wird auch eine bessere Technik verwendet. Anstatt Lithium Ionen akkus, die durchaus an akkuausdauer verlieren können nach einer gewissem Zeit. HTC verwendet in dem One s und One x Lithium polymer Akkus die die nachteile eines nicht wechselbaren Akkus aufwerten oder zumindest verbessern.

    • Thomas Weisenberger | 10. Januar 2013 um 20:46 | Antworten

      Ich möchte nicht rechthaberisch erscheinen und gestehe daher gerne zu, dass viele Aspekte des Themas persönliche Ansichtssache sind. Eine Bemerkung noch zu Lithium-Polymer-Akkus: wie vielleicht bekannt, können diese Hochleistungsakkus (die wirklich länger halten ….sollen – s.u.) bei Fehlbehandlung bzw. Fehlfunktion der Regelelektronik gefährliche Explosionen auslösen, wie bereits mehrfach in der Presse zu lesen war. Zudem: wenn ich eine längere Reise mache oder einen kurzfristigen Termin habe, ist es sehr angenehm, kurz den leeren gegen einen vollen Akku auswechseln zu können, bzw. Austauschakkus dabei zu haben. Zum „längeren Leben“ der LiPolymer-Akkus: im Prinzip sind das ja „Gel-Batterien“. Aus einem ganz anderen Bereich habe ich mit dieser Art von Batterie ziemlich ausgiebige Erfahrungen: in Segelyachten werden Gel-Batterien gerne verwendet, da die Auslaufgefahr nicht gegeben ist. Da die Batterien jedoch sehr empfindlich sind, habe ich noch selten einen Segler getroffen, der über eine besonders lange Haltbarkeit der Gel-Batterien zu berichten wusste (und ich war mehrere Jahre nonstop mit dem Schiff unterwegs – auch mit Gel-Batterien (2x2500Ah) – die ich aber enttäuscht wieder austauschte). Ein kurzes Wort zu „Clouddienste“: ich nutze mehrere Dienste (sehr praktisch für viele Gelegenheiten) – aber ich will entscheiden können, ob und was ich dort speichere und mir das nicht von vorn herein vom Hersteller aufoktroieren lassen. Zudem zieht hier mittlerweile Knauserigkeit ein: Anfang 2012 erhielt ich befristet auf 2 Jahre von HTC 20GB Dropbox-Space. Vor 1 Woche habe ich mir ein neues (größeres/teureres) Gerät geleistet – da waren es nur noch 500 MB…… das reicht grade mal noch zum Testen und mehr solls wohl auch nicht sein.

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