Preiserhöhung im Hamburger Nahverkehr

u4-u-bahn-haltestelle-universitaet-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Hamburg. Der Nahverkehr in Hamburg wird teurer: Um durchschnittlich 2,8 Prozent sollen die Ticketpreise steigen. Betroffen sind U- und S-Bahn sowie Busse.

Die Preiserhöhung soll ab dem 1. Januar 2012 in Kraft treten. Der Hamburger Senat hat heute zugestimmt, fehlt noch das Votum der Bürgerschaft.

Das passende Kleingeld

Die Begründung des HVV für den recht üppigen Anstieg: Höhere Kosten für Dieselkraftstoff, Strom und Personal.

Von der Preiserhöhung ausgenommen sind Kindereinzelkarten und die bei Touristen beliebten Tageskarten.

Hamburger werden sich an die neuen Gebühren gewöhnen müssen, die Einzelkarte kostet statt 2,80 Euro fortan fünf Cent mehr. Die Kurzstrecke wird gleich um zehn Cent teurer: 1,40 Euro.

Ach ja, als es die D-Mark noch gab…

1 Kommentar zu "Preiserhöhung im Hamburger Nahverkehr"

  1. Nicht nur, als es "die D-Mark noch gab".

    Im Juni 2007 kostete die Einzelfahrt Großbereich 2,50 €.
    Im Januar 2012 dann 2,85 €.

    14 Prozent mehr. Die Preise werden letztlich nicht vom HVV, sondern von der Stadt festgelegt. Will man das Geld sparen, fällt die jährliche HVV-Erhöhung auch schon einmal etwas größer aus – wie erst 2010. Ziel der Stadt ist, möglichst wenig Geld auszugeben für den HVV – und nicht etwa, die Umwelt zu schützen oder gar, auch Sozial schwachen etwas Mobilität zu erlauben. Entsprechend sind die Preise am Anschlag.

    In Wien – ungefähr genauso groß wie Hamburg – kostet die Jahreskarte 458 €. Dafür gibt es ein Top-U-Bahn-Netz mit weit höherer Dichte als in Hamburg, ein Top-S-Bahn-Netz, ein Top-Busnetz und obendrein noch ein Top-Straßenbahnnetz.

    Die Wiener U-Bahn fährt zum Beispiel tagsüber im 3-Minuten-Takt und selbst spät abends noch alle 7 Minuten. Nachts selbstverständlich auch, mindestens jede Viertelstunde.

    Ergebnis: In Wien werden mehr Fahrten mit den "Öffis" zurückgelegt als mit dem Auto. In Hamburg ist man von dem Ziel Meilen entfernt. Und tut auch nichts dafür, es zu erreichen. Stattdessen gibt jede Menge Kohle in den Marketingetat der "Umwelthauptstadt" – die Hamburg nun einmal definitiv in der Realität nicht ansatzweise ist!

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