Bilder IAA 2015 in Frankfurt: Nicht neu, nur anders

iaa-neuer-7er-bmw-2015-matthias-kuhntMatthias Kuhnt

Das größte Feuerwerk auf der IAA (Internationale Automobil-Ausstellung) in Frankfurt am Main feuerten mal wieder die drei großen deutschen Premium-Hersteller Mercedes, BMW und Audi ab. Und das genau in dieser Reihenfolge.

Mercedes stellte mit Hauptaugenmerk auf seine neuen SUVs „GLC, GLE, GLE Coupe“, sowie dem S-Klasse Cabrio, C-Klasse Coupe und dem IAA Concept Car, die meisten Neuheiten vor. Als Ort der Präsentation diente traditionell die Festhalle, die ein fulminantes Ambiente lieferte. Dieses Gesamtkonzept führte dazu, dass man sich hier auch am längsten aufhält. Ein bis zwei Stunden vergehen wie im Flug – obwohl sich auf der IAA alles ums Auto dreht.

Als zweiter Premiumhersteller zeigt BMW mit dem neuen Flaggschiff 7er und dem SUV X1 in der Halle 11 seine Neuheiten. Der 7er ist mit seinen Neuerungen, Gestensteuerung des Invotainmentsystem und der Karosserie aus Alu und Carbon, wieder auf Augenhöhe mit den anderen Premiumherstellern. Mit der neuen Generation des X1 geht BMW, nach dem 2er Van, den nächsten Schritt zur Umstellung auf die Frontantriebsplattform.

Hauptaugenmerk der Präsentation in der Halle liegt in der aufgebauten Rundstrecke, auf der BMW seine Fahrzeuge in Fahrt präsentiert: Das sollte man sich auf keinen Falle entgehen lassen. Egal ob neuer 7er, die M-Modelle oder die Elektrofahrzeuge der I-Modellreihe, hier ist für jedes Autofahrerherz etwas dabei.

In dieser Riege der deutschen Premiumhersteller reiht sich als Dritter Audi ein. Mit seinem Extra-Pavillon liegt hier das Augenmerk auf der Präsentation, egal ob Quattro Kühlkammer, LeMans Startaufstellung oder an den Wänden hängenden Audi-Modellen – ein wirklich stimmiges Konzept. Auf jeden Fall sehr viel „Show & Shine“, wohl aber auch etwas dem Umstand geschuldet, dass Audi bis auf den neuen A4 aktuell nicht viel Neues zu bieten hat. Wirklich Innovativ spricht bei Audi nur die neue Tachoeinheit mit integriertem Infotainmentsystem an (siehe auch: BILDERGALERIE).

Die restlichen Neuheiten werden in Halle 3 des VW-Konzerns mit Porsche (neuer 911er), VW (neuer Tiguan), Skoda (Superb Limo und Kombi) und Seat, sowie in Halle 8 mit der neue Astra-Generation von Opel präsentiert. Die größte Ankündigung für die IAA war wohl die Wiederbelebung der Marke Borgward, die aber leider enttäuschte. Mit dem SUV BX7 hätte sich da genauso ein chinesischer Hersteller präsentieren können.

Noch immer vorne mit dabei

Die IAA ist eine der größten Automobilausstellungen der Welt, wobei die Betonung hier auf dem Wort „eine“ liegt. Die großen Innovationen werden mittlerweile auf anderen Messen, wie in Genf, Detroit oder Shanghai, vorgestellt. Die IAA gleicht eher einem großen Autohaus, auf der bestehende und neue Modelle vorgeführt werden. Wirkliche Überraschungen waren für uns der Citroen DS4, Jaguar und der neue Mini Clubman, wohl aber auch nur aus dem Grund, weil man sich mit diesem Marken persönlich nicht so intensiv befasst, wie mit den großen Playern der Automobilbranche.


Es spiegelt natürlich nur unseren persönlichen Eindruck wider, aber dass das Hauptaugenmerk auf der Elektromobilität liegt, wie es viele unserer Pressekollegen berichten, können wir nicht bestätigten.

Hauptaugenmerk Elektromobilität?

Elektromobilität ist ein wichtiger Bestandteil in der automobilen Entwicklung, aber die interessanten Innovationen gab es zwischen 2009 und 2011 zu Zeiten der Finanzkrise. Wo steht die Entwicklung in anderen Bereichen, wie zum Beispiel Brennstoffzellentechnik?

So entsteht der Eindruck, dass die Automobilindustrie nur zu Innovationen fähig ist, wenn sie dazu gezwungen wird – fallende Gewinne, steigende Rohstoffkosten. Einzig BMW mit ihrer I-Modellreihe, Renault mit Zoe oder Toyota mit Prius haben einen mutigen Schritt in die Zukunft gewagt. Opel hat seinen Ampera sogar wieder eingestellt.

Die Show wird auf der IAA noch immer groß geschrieben – mit vielen Attraktionen, wie Geländewagen-Parcours, Carrerabahn, Hyundai Legoland Fahrschule und diversen Fahrsimulatoren.

Es bleibt spannend.

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