Ikea und der Sprung in der Tasse

ikea-schild-hoehe-hamburg-andres-lehmannAndres Lehmann

Wer kennt das nicht: Das Möbelhaus Ikea wird besucht, um eine neue Kommode zu kaufen. Doch während zuweilen kein passendes Beistellschränkchen gefunden wird, landet allerhand Zubehör im Einkaufswagen. Kerzen, Bilderrahmen und ein Klopapierhalter aus Holz im Angebot werden zwar im Grunde genommen nicht zwingend benötigt– aber wenn man schon mal da ist.

Nachdem zuletzt bereits manch Kunde nach dem Verzehr eines Hot Dogs „wiehernd“ das Ikea verlassen hat (Stichwort Pferdefleisch) – sorgt nun die „Lyda Jumbotasse“ für Schlagzeilen.

Ikea teilte mit, wer eine solche Tasse erworben hat, möge sie – frei übersetzt – doch bitte nicht mehr benutzen und stattdessen ins schwedische Einrichtungshaus des Vertrauens zurückbringen.

Der Grund: Die Tassen können zerbrechen, sobald eine heiße Flüssigkeit in das Gefäß gelangt. Nun, da Kaltgetränke zuweilen aus Gläsern getrunken werden, dürfte Lyda – von August 2012 bis Mai 2013 verkauft – wohl unbrauchbar sein. Oder anders gesagt: Mission nicht erfüllt.

Verletzte beim Kaffeekränzchen?

Bei „Jumbo“ denkt manch einer womöglich gleich an den Elefanten im Porzellanladen. Doch nicht nur dort geht offenbar Geschirr kaputt. Weltweit sollen bereits zwanzig Tassen „Lyda“ zerbrochen sein – wohlgemerkt bei der aktiven Benutzung des Gefäßes, nicht etwa beim Umzug. Einige Genusstrinker von Heißgetränken zogen sich gar leichte Verletzungen zu. Tja, da wähnten sich Käufer von „Lyda“ vermutlich auf der sicheren Seite – „juhu, ich muss nichts zusammenschrauben“ – und dann so etwas.

Ob sich jetzt Käufer von Lyda „sprunghaft“ ob womöglich erhitzter Gemüter aufmachen, und jene Tassen umtauschen, oder sie fortan als Relikt in ihr „Billy“-Regal stellen, bleibt abzuwarten.

Aber wir wissen ja: Scherben bringen Glück.

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1 Kommentar zu "Ikea und der Sprung in der Tasse"

  1. Warum verkauft Ikea das Ding nicht als Eispokal?

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